Bummel am Lido / wir gehen an Bord der NCL- Norwegian Jade
24.10.2015
Balken

erneut frühstücken wir im Garten

In der letzten Nacht haben wir deutlich besser geschlafen, kein Wunder bei unserem langen Marsch durch Venedig. Heute früh scheint schon wieder die Sonne als wir aufstehen. Wir frühstücken erneut im Garten und packen anschließend unsere Sachen zusammen. Heute geht es an Bord der Norwegian Jade.

Spaziergang zum Strand von Lido

VENEDIG - der Lido bietet im Oktober einen eigenartigen Anblick, Schutzwall aus Sand und zusammengestellte "Strandkörbe"

VENEDIG - der Lido bietet im Oktober einen eigenartigen Anblick, Schutzwall aus Sand und zusammengestellte "Strandkörbe"

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Vorher unternehmen wir noch einen Spaziergang zum Strand von Lido und verlassen daher die Villa Angelica gegen 9 Uhr 20. Am Strand von Lido angekommen, sieht hier einiges sehr eigenartig aus. Die so genannten Capannas (Strandkabine mit einer zusätzlichen Veranda und einem Vorhang) stehen (wie im Sommer) in Reihe und Glied in mehreren Reihen hintereinander. Allerdings sind sie jetzt von allen Seiten von Zäunen umgeben, damit sie keiner mehr nutzen kann. Den Strand hat man außerdem von der Wasserseite her wie ein Bollwerk vor die erste Reihe der Strandkörbe zu einem schätzungsweise 2-3m hohen Wall zusammengeschoben. Wahrscheinlich damit der Sand nicht von der Flut weggespült wird, bzw. zum Schutz der Kabinen. Ein sehr kurioses Bild.

VENEDIG - das Grand Hotel Excelsior am Strand von Lido - 1906 erbaut und das letzte große Hotel am Lido

VENEDIG - das Grand Hotel Excelsior am Strand von Lido - 1906 erbaut und das letzte große Hotel am Lido

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Der Strand wirkt, bis auf die wenigen Touristen die hin und her laufen, ziemlich verlassen. Wir gehen noch bis zum Hotel Excelsior, das einzige große Hotel welches wir am Strand entdecken können und kehren dann um. Über die "Uferstrasse" mit schönen Pinien, viel Grün und dem ehemaligen Grand Hotel u. Residences des Baines spazieren wir zurück bis zur Straße "Gran Viale Santa Maria Elisabetta" und laufen dann stadteinwärts bis zum Abzweig zu unserer Villa.

wir wandern mit unserem Gepäck Richtung Hafen Lido

Pünktlich um 11 Uhr sind wir wieder zurück in der Villa Angelica. Zu diesem Zeitpunkt müssen wir die Zimmer verlassen. Wir bezahlen noch eine Cola und ein Wasser (4 €) aus der Mini-Bar und verabschieden uns. Mit Sack und Pack "rollen" wir Richtung Hafen. Auf der Gran Viale Santa Maria Elisabetta lassen wir uns noch in einem Café nieder und genießen einen Cappuccino und einen Caffee Americano. Beides zusammen ist noch 50 Cent teurer als gestern in Venedig (8,50€)

zum Kreuzfahrthafen-Transfer erscheint keine Reiseleitung - wir sind auf uns alleine gestellt

Gegen 12 Uhr 15 sind wir dann pünktlich an der Stelle, wo uns die "Reiseleitung" vorgestern Abend an "Land" und anschließend in die Hotels gebracht hat. Wer nicht erscheint ist die Reiseleitung des Berliner Reisebüros "MeinKapitän" (zuständig für die Transfers). Aber es liegt ein Schiff amKai, welches uns zum Kreuzfahrt-Terminal bringen soll. Allerdings hat die Besatzung offensichtlich keine Ahnung wieviel Passagiere sie mitzunehmen haben. Sie erkundigen sich erstmal telefonisch irgendwo, wie viele Passagiere es überhaupt sein sollen.

VENEDIG - auf der Fahrt zum Kreuzfahrthafen entdecken wir zwischen den vielen Bauwerken auch die Seufzerbrücke

VENEDIG - auf der Fahrt zum Kreuzfahrthafen entdecken wir zwischen den vielen Bauwerken auch die Seufzerbrücke

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Nachdem alle mehrmals durchgezählt werden fahren wir bei strahlendem Sonnenschein noch einmal an der wunderbaren Kulisse von Venedig vorbei. Über den Canal della Giudecca erreichen wir kurze Zeit später den Kreuzfahrthafen. Mehrere Kreuzfahrtschiffe liegen schon an den Piers, darunter auch die Norwegian Jade. Bei der Vorbeifahrt können wir einige schöne Fotos schießen. Erster Eindruck, ein sehr buntes Schiff.

Check-In auf der Norwegian Jade (NCL)

NORWEGIAN JADE - der Check-In verläuft schnell und reibungslos

NORWEGIAN JADE - der Check-In verläuft schnell und reibungslos

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Wir gehen an Land und dann samt Gepäck (gut dass es Rollen hat) noch etliche 100 m weit bevor wir das Schiff erreichen. Zunächst werden uns die Koffer abgenommen und wir können direkt Richtung Check-In gehen. Vorher wird noch das obligatorische Foto vom Bordfotografen geschossen. Die beiden Gesundheitsfragebögen (einer pro Person), die man uns in die Hand drückt, können wir ohne Probleme ausfüllen. Der Check-In geht dann recht schnell über die Bühne; Pässe vorzeigen, Fragebogen abgeben, Kreditkarte vorlegen und dann erhalten wir auch schon die Bordkarten und eine Karte mit einer Nummer. Sobald diese Nummer aufgerufen wird können wir durch die Sicherheitskontrolle zum Schiff gehen. NCL vermeidet damit eine endlos lange Schlange vor der Sicherheitskontrolle. Im Augenblick wird die Nummer 18 aufgerufen, wir haben die 23.

wir betreten zum ersten Mal die Norwegian Jade

NORWEGIAN JADE - unsere Mini-Suite 11528, als erstes fallen uns die besonders große Betten auf

NORWEGIAN JADE - unsere Mini-Suite 11528, als erstes fallen uns die besonders große Betten auf

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Nach 30 Minuten sind wir dann dran. Es folgt die übliche Sicherheitskontrolle und anschließend gehen wir auf direktem Weg zum Schiff. Bevor wird an Bord dürfen bekommen wir noch ein bisschen Desinfektionsmittel in die Hände gesprüht und dann haben wir es geschafft. Durch das Sicherheitspersonal werden nochmals unsere beiden Bordkarten kontrolliert und Augenblicke später stehen wir schon vor den Aufzugstüren. Erster Eindruck, es ist hier sehr viel bunter als auf Aida. Viel Personal ist zu sehen und alle sind freundlich und auch sehr hilfsbereit. So sind wir kaum 5 Minuten später schon vor unserer Minisuite 11528 (backbord) im vorderen Teil des Schiffes. Sehr genial, im Teppichboden auf den Gängen sind Fische als Motiv eingearbeitet, deren Maul zur besseren Orientierung immer Richtung Schiffspitze (Bug) zeigt.

unsere Mini-Suite 11528

Wir öffnen vorsichtig die Tür und werfen einen ersten Blick in die Mini-Suite. Erster Eindruck, sehr großzügig geschnitten, aber etwas dunkel durch das viele Holz. Besonders fällt uns das Bett auf, welches eindeutig größer ist als auf Aida-Schiffen. Dazu noch eine leichte Federdecke, es sieht richtig kuschelig aus. Dahinter eine Couch, ein kleiner Schreibtisch auf der anderen Seite mit 2 Stühlen. Ein Fernseher, eine Kaffeemaschine, ein Vergrößerungsspiegel, ein Föhn, ein Safe und eine Minibar. Es macht alles keinen schlechten Eindruck. Auch Tassen, Gläser und ein Eiswürfelbehälter sind vorhanden. Zum Verstauen der Sache sind diverse Schubladen, Fächer und ein recht großer, innen beleuchteter Schrank mit viel Platz zum Aufhängen in der Minisuite vorhanden.

NORWEGIAN JADE - der Sitzbereich läßt sich mit einem Vorhang vom Schlafbereich trennen

NORWEGIAN JADE - der Sitzbereich läßt sich mit einem Vorhang vom Schlafbereich trennen

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Die beiden Nachttische sind eigentlich nur eine Ablagefläche. Durch das große Bett (lässt sich in 2 Einzelbetten auseinander nehmen) ist der Gang vor dem Bett (Richtung Balkon) und zur Schrankseite hin allerdings recht schmal. Aber insgesamt macht alles einen sehr bequemen Eindruck. Das Bad ist auch gut gestaltet und recht großzügig. Eine abgeteilte Toilette mit Schiebetür, eine Badewanne mit Dusche (auch mit Schiebetür als Spritzschutz) und ein großes Waschbecken mit viel Ablagefläche runden den positiven Gesamteindruck der Kabine ab. Sogar unsere, über das Internet bestellten 6 Wasserflaschen für 25€ sind schon geliefert worden. Auf unserer Kabine liegen auch Informationen wie z.b. ein Willkommensschreiben mit Sicherheitsinformation, eine Schiffsinformation, sowie eine Einladung zum Willkommensgespräch für deutschsprachige Gäste am nächsten Tag und eine allgemeine Information rund um das Schiff für uns bereit.

unser erstes Essen im Garden Café (Buffetrestaurant)

NORWEGIAN JADE - das Garden Café (Selbstbedienung) bietet eine große Auswahl an verschiedenen Gerichten

NORWEGIAN JADE - das Garden Café (Selbstbedienung) bietet eine große Auswahl an verschiedenen Gerichten

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Wir lassen erstmal alle unsere Sachen stehen und spazieren ins Garden Café, um etwas zu essen (Selbstbedienungsbuffetrestaurant). Hier herrscht natürlich Jubel, Trubel, Heiterkeit durch die vielen Gäste, die alle eingecheckt haben und etwas essen wollen. Die Aufteilung des Restaurants erinnert etwas an das Buffetrestaurant der Queen Elizabeth. Es zieht sich auf Deck 12 entlang der Steuerbordseite des Schiffes etwa von der Mitte bis zum Heck hin. So hat man von vielen Tischen aus einen schönen Blick nach draußen. Wir finden noch einen freien Tisch am Fenster und erforschen dann erstmal das Buffet.

NORWEGIAN JADE - im Garden Café gibt es die unterschiedlichsten Stellen wo man sich niederlassen kann

NORWEGIAN JADE - im Garden Café gibt es die unterschiedlichsten Stellen wo man sich niederlassen kann

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Da wir bisher nur die Aida-Schiffe und die Queen Elizabeth kennen, werden wir diese auch immer wieder zum Vergleich heranziehen. Die einzelnen Buffets sind nach Themen sortiert. Salate, Hauptgerichte, Nachspeisen und sonstiges. Es gibt einen extra Bereich für Pizza, Pasta Hot Dog und Burger, sowie eine Crepestation. Dazu noch Ecken, wo man sich Vanille- und Schokoladensofteis (mehr Sorten gibt es leider nicht) mit verschiedenen Dekorationen verzieren kann. Es gibt Kaffee, Tee und verschiedene (4) Säfte zur kostenlosen Verfügung. Man kann aber auch an einem extra Tresen Wein, Bier oder sonstige Getränke kaufen.

NORWEGIAN JADE - besonders der "Great Outdoor"-Bereich gefällt uns gut und wir haben auch Gelegenheit ihn zu nutzen

NORWEGIAN JADE - besonders der "Great Outdoor"-Bereich gefällt uns gut und wir haben auch Gelegenheit ihn zu nutzen

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Die Auswahl der Gerichte ist ziemlich groß und vergleichbar mit den Buffetrestaurants von Aida (die Norwegian Jade entspricht von den Passagieren her etwa der Melittaklasse). Es gibt soviel zu probieren, da ist eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei ist. Das Essen schmeckt gut, ist aber nicht ganz heiß, aber ausreichend temperiert. Man kann sich auch Spaghetti frisch zubereiten lassen mit einer passenden Soße dazu, die sind dann auch richtig heiß. Man kann gar nicht alles aufzählen was angeboten wird. Es gibt sogar eine asiatische Ecke mit sehr leckeren Gerichten. Wir kommen auch gleich noch mit einem amerikanischen Ehepaar aus Houston ins Gespräch und später mit einer Mitreisenden aus unserer Gruppe aus Berlin. Uns reicht jedenfalls die Auswahl an den Buffets aus, man weiß gar nicht was man zuerst probieren soll.

unser Kabinensteward stellt sich vor

Nach dem Essen teilen wir der Rezeption (heißt hier Guest Service) auf Deck 7 mit, dass unser Safe geschlossen ist und wir ihn nicht öffnen können. Offensichtlich hat unser Kabinenvorgänger den Safe nicht ordnungsgemäß offen stehen lassen. Wir sind noch nicht wieder vor unserer Kabinentür, als dort schon jemand vom Housekeeping wegen des Safes auf uns wartet. Der Safe ist schnell geöffnet. Kurze Zeit später klopft es und unser Kabinensteward (Christian Ruiz) stellt sich vor und fragt uns nach eventuellen Wünschen. Wir bitten ihn, die Betten so herzurichten, dass jeder seine eigene Zudecke hat. Im jetzigen Zustand hätten wir nur eine gemeinsame Bettdecke und damit wahrscheinlich heute Nacht ein Problem. Er verspricht dies später zu ändern. Wir packen jetzt erstmal alle unsere Sachen aus und verstauen sie in den Schränken und Fächern. Dann lesen wir uns noch die Hinweise durch, die man uns freundlicherweise auf deutsch in die Kabine gelegt hat.

eine etwas andere Seenotrettungsübung

Kurz vor 17 Uhr wird über das Fernsehen die Seenotrettungsübung angekündigt, diese wurde auch schon in den Unterlagen erwähnt. Ohne Rettungsweste marschieren wir zu unserer Station A8 im Stardust Theater. Dort werden wir nach unserer Kabinennummer gefragt und dann in bestimmten Blöcken des Theaters plaziert. Einige Minuten später, nachdem ein paar Leute vor der Bühne das Publikum mit spaßigen Worten belustigt haben, geht es los. Während wir hier trocken und warm sitzen demonstriert jeweils ein Besatzungsmitglied rechts und links der Bühne die Handhabung der Westen. Erklärt wird das Ganze in verschiedenen Sprachen u.a. auch in deutsch. Danach ist die SNRÜ schon wieder vorbei, was für ein Unterschied zu Aida. Übrigens, die beiden anderen Kreuzfahrer MSC und die Rotterdam der HAL haben ihre Rettungsübungen unterhalb der Rettungsboote im Freien mit Rettungswesten abgehalten.

An der Rezeption haben wir uns noch ein "Freestyle Daily" abgeholt, zu vergleichen mit der "Aida Heute". Es gibt aber nur noch ein Exemplar in englisch. Das Tagesprogramm ist eindeutig umfangreicher als bei AIDA. Allerdings sind die meisten Angebote nicht nach unserem Geschmack. Ich drehe noch kurz eine Runde über das Deck 12, hier befinden sich u.a. die beiden Pools, die deutlich größer als auf den großen Aidaschiffen sind. Die Stimmung ist hier schon ganz schön ausgelasssen, denn die "Animateure" des Schiffs versuchen mit tänzerischen Bewegungen und lautstarkem klatschen die Leute zum mitmachen zu animieren.

"Leinen los" bei Sonnenuntergang in Venedig

NORWEGIAN JADE - wir verlassen Venedig bei Sonnenuntergang - eine tolle Ausfahrt

NORWEGIAN JADE - wir verlassen Venedig bei Sonnenuntergang - eine tolle Ausfahrt

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Gegen 18 Uhr legt dann die Norwegian Jade völlig unspektakulär, ohne Musik und ganz sanft vom Kai ab. 2 Schlepper begleiten das Schiff um notfalls eingreifen zu können. Wir biegen bei sehr langsamer Fahrt in den Canal della Giudecca ein und fahren langsam Richtung Markusplatz. Die Sonne ist gerade untergegangen und wir erleben von unserem Balkon aus, wie die ersten Lichter in Venedig angehen. Eine ganz tolle Stimmung bei schönem Licht und ein wunderbarer Anblick. Man sieht die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive. Mir war vorher nicht bewusst, das Venedig soviel Türme besitzt. Immer wieder kann man in kleine Kanäle hineinblicken, sieht Menschen an den Anlegestellen der Vaporettos und kann weit voraus schon den Campaniele des Markusplatz erkennen. Dann erreichen wir die Einfahrt zum Canale Grande.

NORWEGIAN JADE - wir verlassen Venedig bei Sonnenuntergang - eine tolle Ausfahrt

NORWEGIAN JADE - wir verlassen Venedig bei Sonnenuntergang - eine tolle Ausfahrt

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Ähnlich wie bei etlichen Brücken an der Uferpromenade, sie wurden mit zusätzlichen, barrierefreien Übergängen aus Stahl versehen, verschandelt auch eine Art Metallbrücke die Einfahrt zum Canale Grande, ein Graus für jeden Fotografen. Die Uferpromenade ist jetzt voll beleuchtet, die Menschen bummeln dort entlang und wir entdecken bei der Vorbeifahrt sogar die Seufzerbrücke. Diese Fahrt entlang Venedig gehört sicherlich mit zu den schönsten Ausfahrten, die wir kennen. Langsam schiebt sich das große, 294 m lange Schiff weiter vorbei an der beleuchteten Stadt Richtung Lido und dreht dann in eine Linkskurve. Ständig verändern sich die Blickwinkel auf Venedig. 2013 haben wir diese Ausfahrt bei völliger Dunkelheit (22 Uhr) erlebt, diesmal ist während der Dämmerung deutlich mehr zu sehen.

wir lassen Venedig endgültig hinter uns

NORWEGIAN JADE - wir verlassen Venedig bei Sonnenuntergang - eine tolle Ausfahrt

NORWEGIAN JADE - wir verlassen Venedig bei Sonnenuntergang - eine tolle Ausfahrt

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Mit dem Beginn einer Rechtskurve zur Ausfahrt in das offene Meer durch den Canale di San Nicolo verschwindet dann der Hauptteil von Venedig aus unserem Blickfeld. Wir gehen ein Deck höher ins Garden Café. Erst in den nächsten Tagen werden wir die anderen Restaurants testen. Auch das Garden Café ist, wie das restliche Schiff, sehr bunt gestaltet. Wir finden etwas abseits der Buffets einen freien Tisch. Wieder beginnt die Suche nach einer leckeren Mahlzeit und die Auswahl macht es uns nicht einfach. Es gibt neben den üblichen Gerichten wieder einige asiatisch angehauchte Köstlichkeiten. Ich teste auch die Crepes-Station (als Nachtisch) mit Nutella als Belag. Sehr süß, aber auch sehr lecker, Ersatz für die diversen Eissorten, die wir sonst immer bei Aida genossen haben. Wer allerdings, außer zum Frühstück, zu den anderen Mahlzeiten noch Brot, Brötchen oder Belag am Buffet erwartet, der ist auf der Norwegian Jade auf dem falschen Schiff.

Durch die vielen einzelnen Stellen, an denen es Essen gibt, bildet sich nirgends eine Schlange, wie wir er teilweise schon auf Aida-Schiffen erlebt haben Uns fällt allerdings auf, dass auf den Tellern deutlich mehr Essen beim Abräumen zurückgeht als bei Aida. Anschließend ziehen wir uns wieder in unsere Kabine zurück, die inzwischen nach unseren Wünschen betttechnisch etwas umgestaltet wurde. Da die erste Veranstaltung im Theater schon im Gange ist und wir nicht mehr rechtzeitig dorthin kommen fange ich schon mal mit dem Überspielen der Bilder und Erstellen des Reiseberichts an.

wir besuchen die erste Veranstaltung im Theater

Da an jedem Abend (ähnlich wie bei Aida) die gleiche Vorstellung 2-mal im Theater gezeigt wird gehen wir gegen 20 Uhr 20 ins Stardust Theater auf Deck 7 und sichern uns 2 schöne Plätze mit viel Beinfreiheit. Ich bestelle mir den ersten Cocktail dieser Reise, einen Pina Colada. (Preis 8,95$). Die Preise für Cocktails an Bord sind ähnlich wie an Bord von Aida (mal höher, mal niedriger). Allerdings werden auf die Getränke noch 18% Bedienung aufgeschlagen. Dass ist sozusagen das Trinkgeld für die Bedienungen im Barbereich, da diese an der allgemeinen Trinkgeldregelung nicht teilnehmen. Ansonsten zahlt jeder Passagier 13,50$ pro Tag über sein Bordkonto in die Trinkgeldkasse des Schiffes ein. Daraus bekommen alle übrigen die Angestellten ihr Trinkgeld. Kurz vor Beginn der Veranstaltung erwartet uns wieder die scheinbar an Bord der NCL-Schiffe übliche Bespaßung des Publikums (nicht ganz unser Fall) mit der lautstarken Aufforderung mitzumachen. Auf uns wirkt das etwas gezwungen, aber vielen Leuten gefällt scheinbar diese Art der Bespaßung. So etwas wird bei Aida dezenter oder gar nicht gemacht. Übrigens ist es im Stardunst Theater strikt verboten zu filmen, fotografieren oder Tonaufnahmen zu machen. darauf wird gleich in mehreren Sprachen hingewiesen.

Die Willkommenshow beginnt mit mehreren Songs von Abba, vorgeführt und gesungen von den Tänzern und Sängern des Schiffes. Dann werden einige der Führungskräfte des Schiffs vorgestellt, leider nicht der Kapitän. Dieser hat sich während der gesamten Reise sehr rar gemacht. Wir haben auch keine einzige Ansage von ihm gehört. Es gab lediglich ein 30 minütiges Fotoshooting mit ihm. Die Art der Präsentation der Besatzung fällt wesentlich spaßiger aber auch knapper aus als bei Aida. Anschließend präsentieren sich noch 4 Sänger. Sie besitzen sicherlich sehr gute Stimmen, aber die sehr getragenen Lieder passen eigentlich nicht so richtig zum Start einer Kreuzfahrt. Zum Schluss präsentiert sich noch ein Magier mit einigen sehr guten Tricks, von denen er noch mehr in den folgenden Tagen in einer Show zeigen wird. Die heutige Show sollte nur einen kleinen Ausschnitt dessen darstellen, was in den nächsten Tagen geboten wird.

Anschließend haben wir uns in unsere Kabine zurückgezogen und das übliche Tagesprogramm abgespult. Leider hat unser Kabinensteward noch immer nicht die "Tageszeitung" Free Daily gebracht. Das 2. Mal dass er schon etwas vergessen hat. So kann man sich sein Trinkgeld nicht verdienen.

Balken
Kilometer : 6 Km
Wetter : sonnig und 18 Grad
Wellen : 0,1-05m
Unterkunft : NCL - Norwegian Jade - Minisuite 11528