Rouen - Liegezeit bis 16:45
Stadtbummel in Eigenregie

02.06.2023


Balken

Rouen - Tag 2

In der letzten Nacht habe ich, trotz meines "Umfallers" ganz gut geschlafen. Heute früh merke ich die Seite doch etwas mehr, aber es ist kein heftiger Schmerz.

wir bummeln durch die Stadt

Um 9 Uhr 15 sind wir Beide bereits mit dem Shuttle Richtung Stadt unterwegs. Elke hat allerdings arge Probleme mit dem linken Knie. Es schmerzt, aber sie möchte wenigstens ein bisschen von Rouen sehen. So kämpft sie sich tapfer durch die Stadt.

ROUEN - der Innenhof eines ehemaligen Renaissance-Palastes aus dem 16. Jhdt.

 ROUEN - der Innenhof eines ehemaligen Renaissance-Palastes aus dem 16. Jhdt. 

Vom Busbahnhof aus, wo uns der Shuttlebus absetzt, gehen wir zunächst zum Place de la Pucelle, wo das Hotel de Bourgtheroulde steht. Es handelt sich um einen Renaissance-Palast aus dem 16. Jhdt., der einen sehr schönen Innenhof besitzt.

Nächste Station ist der Place du Vieux-Marché. Hier wurde 1431 Jeanne d’Arc gefoltert und lebendig verbrannt. Rund um den Platz stehen viele alte Fachwerkhäuser. Darunter am südlichen Ende auch das Hotel La Couronne. Es gilt als die älteste Herberge Frankreichs (1345). Vorbei an einer kleinen Markthalle bummeln wir jetzt durch viele kleine Gassen nördlich des Zentrums der Altstadt. Ganze Straßenzüge voller Fachwerkhäuser, was für ein ANBLICK !. Mittendrin steht allerdings auch die Synagoge von Rouen, ein Bau aus den 1950er Jahren, der so gar nicht ins Bild passt.

Dann treffen wir auf den Justizpalast von 1509, es ist das größte nichtsakrale gotische Gebäude Europas. Unter dem Hof wurde das älteste jüdische Bauwerk Frankreichs entdeckt (um 1100). Gegenüber dem Justizpalast steht eine Reihe von sehr schönen Fachwerkhäusern. Durch eine kleine Seitengasse kommen wir dann zum Uhrenturm Gros Horloge (Beschreibung siehe 01.06.), den Elke noch nicht gesehen hat. Immer wieder ein toller Anblick. Es folgt eine kurze Kaffee- und Toilettenpause in der Rue de Blec. Anschließend erreichen wir über die Rue de la Chaine den kleinen charmanten und romantischen Place Saint-Amand mit bunte Fachwerkhäuser, Terrassen und einen Baum in der Mitte.

Besuch der Kathedrale Notre Dame

Auf dem weiteren Weg gelangen wir letztendlich zur malerischen Rue Saint Romain, die parallel zur Kathedrale Notre-Dame verläuft und von vielen schönen alten Häusern gesäumt ist. U.a. steht hier das "La Vieille Maison" von 1466 mit Kragbogenfassade und geschnitzen Figuren. Eine weitere schöne Gasse ist die Rue des Chanoines, einer der letzten typisch mittelalterlichen engen Durchgänge von Rouen und nur wenige Touristen verirren sich hierher. Während Elke ein kleine Pause nahe der Kathedrale einlegt, besuche ich die Kathedrale Notre Dame. Erbaut wurde sie bereits ab 1180. Sehr sehenswert ist u.a. die Westfassade. 2 völlig verschiedene Türme flankieren den Eingang zur Kathdrale. Der nördliche Sankt-Romanus-Turm wurde ab 1145 erbaut, der südliche Butterturm wurde erst in den Jahren 1480-1506 erbaut. Die Kathedrale besitzt mit 151 Metern den höchsten Glockenturm Frankreichs. Auch das Innere der Kathedrale ist sehr sehenswert.

Gegenüber der Kathedrale steht an der Ecke zur Rue du petit Salut ein elegantes Renaissancegebäude aus dem Jahr 1510. Der Impressionist Claude Monet malte im ersten Stock des Hauses einen Teil seines Domzyklus. Über die Rue du Gros-Horloge gelangen wir noch einmal zur wunderschönen Uhr Gros Horloge mit ihrem 2,20 m (Durchmesser) großen Ziffernblatt. Je nach Beleuchtung sieht sie immer wieder anders aus.

auch heute verläuft der Shuttle zum Schiff wieder chaotisch

Um 13 Uhr 15 sind wir wieder am Busbahnhof. Da die Shuttlebusse nur maximal alle 60 Minuten fahren und bisher sehr unzuverlässig waren, sind wir lieber frühzeitig vor Ort um rechtzeitig am Schiff zu sein. Leider sind auch heute die Verhältnisse am Busbahnhof wieder chaotisch. Keiner weiss wo der Bus halten wird, wann er kommt und wo die Schlange der Wartenden beginnt und endet. Viele Leute sind genervt und es wird viel gemeckert.

Dann kommt plötzlich die Information, dass der Bus 200 m entfernt an der Straße steht. Sofort rennen alle Leute los, um ja als erster am Bus zu sein. Inzwischen stehen hier mehr Leute als der Bus transportieren kann. Elke kann (wegen ihres Knies), wie auch ein weiteres Pärchen beim weitem nicht mit dem Tempo der Leute mithalten. Ich befürchte schon, dass wir eine weitere Stunde oder mehr auf den nächsten Bus warten müssen und dann das gleiche Chaos herrscht.

Doch plötzlich und unerwartet spricht uns einer der Aida-Scouts, die hier vor Ort sind, an. Er hätte Bescheid gesagt, dass man 4 Plätze im Bus für uns "Nachzügler" freihalten möchte. Er begleitet uns sogar bis zum Einstieg und wir können ohne Problem doch noch mit dem Bus mitfahren. Vor dem Bus gibt es weiterhin viel Ärger, weil offensichtlich nicht alle Leute einen Platz im Bus bekommen. Die Organisation des Shuttle-Verkehrs, wer auch immer daran Schuld ist, ist das katastrophalste was wir je bei Aida erlebt haben.

Burger am Pool - Abfahrt bei Sonnenschein

Mindestens 20 Leute bleiben zurück. Dafür sind aber Leute im Bus, die erst kurz zuvor am Busbahnhof eingetroffen sind. Am Schiff angekommen, gehen wir zuächst auf unsere Kabine und anschließend aufs Pooldeck. Hier genießen wir bei schönstem Sonnenschein Burger, Erdbeershake und Ginger Ale. Den Rest der Zeit bis zur Abfahrt genießen wir die Sonne auf dem Balkon unserer Kabine.

Um 16 Uhr 45 verläßt die Aidaaura wieder Rouen. Die Stadt hat uns unwahrscheinlich gut gefallen und wir freuen uns darauf, sie im Herbst während einer gebuchten Flusskreuzfahrt noch einmal wiedersehen zu können ((hat sich inzwischen erledigt).

SEINE - ohne Worte

 SEINE - ohne Worte 

Bei strahlendem Sonnenschein geniessen wir die Fahrt auf der Seine Rchtung Ärmelkanal. Die durch nachmittägliche Beleuchtung sieht jezt vieles anders aus bzw. wir sehen auch Sachen, die wir auf der Fahrt nach Rouen verpasst haben.

Abendessen mit Überraschung

Beim Abendessen, es findet wieder im Freien statt, treffen wir interessanterweise Leute, die auch schon, wie wir, auf der Kreuzfahrt 2018 mit der Aidaaura von Mauritius nach Venedig an Bord waren. Sie waren, wie wir auch, schon ein paar Tage vorher auf Mauritius. Wir unterhalten uns sehr nett.

Gegen 20 Uhr 15 zieht es uns dann ins Theater. Wir wollen noch einmal Manes Meckenstock erleben, wenn auch nur im Interview mit der Entertainment-Manegerin. Das nachfolgende Programm interessiert uns dann nicht mehr. Den Abend lassen wir an der wunderbaren Ocean Bar bei Sonnenuntergang und angenehmen Temperaturen ausklingen. Danach folgt auf der Kabine das übliche Abendprogramm. Meine Prellung hat sich zum Glück nicht verschlechtert. Heute werden die Uhren wieder 1 Stunde zurückgestellt. Wir fahren nach Tilbury in Großbritannien.

Balken
  Wetter : früh bewölkt, gegen 10 Uhr kommt langsam die Sonne, 24 Grad,
  Unterkunft : AIDAAURA - Balkonkabine 7227 (backbord)
  Wellen : ca. 1,50 m