Dueodde, Sankt-Ibs-Kirche, Louisenlund, Svaneke, Echotal, Rytterknægte
der 2. volle Tag beginnt
Das Frühstück verläuft heute morgen genauso wie gestern. Noch ist es draußen bewölkt, aber gestern lockerte die Bewölkung auch relativ schnell auf.der Strand Dueodde
Abfahrt ist heute wieder gegen 9 Uhr und alle Mitreisenden sind pünktlich. Nachdem wir uns gestern auf Bauwerke u.ä. konzentriert haben ist heute die Landschaft von Bornholm dran. Wir fahren zunächst in den Süden der Insel zum großen Strand von Dueodde. Der Sandstrand ist ca. 12 Km lang und wie viele Strände auf Bornholm ist der Sand sehr feinkörnig.
Vom Parkplatz aus laufen wir auf einem teilweise befestigten Weg durch einen ausgedehnten Kiefernwald und vorbei an viel Strandhafer rund 500m bis wir den Strand erreichen. Rechts und links des Weges stehen viele vom Wind verbogene Bäume und erstaunlicherweise auch viele Pilze. Es ist Sonnabend früh und das Wetter nicht für den Strand geeignet. Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir nur ganz wenig Leute unterwegs antreffen. Je näher wir dem Strand kommen umso mehr tauchen größere Dünen auf. Der Strand ist ziemlich breit (Ebbe?) und wirkt sehr naturbelassen. Etwas landeinwärts steht der 47m hohe Leuchtturm Dueodde Fyr.
Wir können uns hier eine Weile umsehen und gehen dann wieder zum Bus zurück. Von hier aus geht es wieder Richtung Norden und in Nexø sehen wir erneut während der Fahrt einige Schwedenhäuser. Ein Geschenk der schwedischen Regierung nach dem Krieg zum Wiederaufbau.
die Kirche Sankt-Ibs
In Ibsker legen wir den nächsten Stopp ein. Wir besuchen die Sankt-Ibs-Kirche, die am Ende des 12. Jhdts. erbaut wurde. Bei dieser Kirche handelt es sich nicht um eine Rundkirche, aber der Glockenturm steht auch hier getrennt vom Kirchenbau. Die Kirche besitzt eine interessante Innenausstattung. An der Kirchhofsmauer entdecke ich noch eingelassene Metallringe mit Nummern, an denen die Bauern früher ihre Pferde und Gespanne festmachen konnten.
der Louisenlund
Einige Kilometer weiter Richtung Norden besuchen wir dann „Louisenlund“ nahe der Ortschaft Østermarie. Auf relativ kleinem Raum wurden hier in der jüngeren Bronzezeit und der älteren Eisenzeit (1100 v. Chr.) so genannte Bautasteine aufgestellt. Das sind schlanke, hohe, aufgerichtete Steine, teils bearbeitet, teils unbearbeitet. Wahrscheinlich standen hier mal mehr Steine. Der Grund warum sie gerade hier aufgebaut wurden ist unbekannt.
Bummel durch Svaneke
Von hier aus ist es nicht weit bis nach Svaneke, einem Ort direkt am Meer. Hier bekommen wir wieder gut 2 Std. Freizeit um den Ort zu erkunden und zum Mittagessen. Ich laufe zuerst bergauf bis zur knallig rot gestrichenen Svaneke Kirche mit ihrem Fachwerk und statte ihr einen Besuch ab. Die Kirche wurde ca. 1350 erbaut und besitzt eine schöne Innenausstattung. Für Bornholm typisch ist das an der Decke der Kirche aufgehängte Votivschiff, das die starke Verbundenheit der Bevölkerung mit dem Meer zeigt.
Anschließend bummel ich weiter durch den Ort mit seinen rund 1000 Einwohnern. Der Ort besitzt einen malerischen Altstadtkern mit Fachwerkhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Im Zentrum des Ortes herrscht reges Markttreiben. Hier entdecke ich noch einen richtigen Tante-Emma-Laden, so wie man ihn sich vorstellt. Eine Kutsche mit 2 Kaltblütern steht für Rundfahrten bereit. Auch in Svaneke stehen viele schöne, farbige und interessante Häuser. Später folge ich, bei strahlendem Sonnenschein, einem schönen Weg an der Küste entlang. Auf einer windgeschützten Bank genieße ich die Sonne und die Aussicht. Dann kehre ich in der Räucherei des Ortes ein und gönne mir ein kleines Mittagessen.
das Echotal
Nachdem alle wieder „an Bord“ sind, fahren wir ins Inselinnere zum „Ekkodalen“, dem Echotal. Erstaunlicherweise ist es schon auf dem Parkplatz so voll, wie an keinem anderen Ort den wir bisher besucht haben. Auch unterwegs im Tal treffen wir auf deutlich mehr Leute als sonst. Das ca. 12 Km lange Echotal ist ein so genannten Spaltental, mit einer Breite von durchschnittlich 60 m.
Bekannt ist das Echotal wegen einer Stelle, wo ein Echo zu hören ist, wenn man etwas in Richtung der gegenüberliegenden Felsen ruft. Einige Male klappt das sogar, wie wir hören können. Aber nicht alle Versuche sind erfolgreich. Das Tal selber ist auch sehr schön. Viel Bewuchs, schöne Laubfärbung zu dieser Jahreszeit und Steilwände für das Echo. Von einem Aussichtspunkt hat man einen schönen Blick weit in das Tal hinein
der Turm Kongeminde eauf dem Berg Rytterknægten
Wir können uns eine Weile im Tal umsehen und kehren nach ca. 30 Min. wieder zu Bus zurück. Letzter Stopp des Tages ist der Turm Kongeminde auf dem Rytterknægten, dem höchsten Berg Bornholms mit 162 m. Der Turm soll an den „König Frederik den Siebten“ erinnern, als er vom 8. bis 16. August 1851 Bornholm besuchte. Natürlich klettere ich auf den 13 m hohen Turm hinauf. Leider ist die Aussicht enttäuschend, was aber vorher schon klar war. Die Baumkronen haben inzwischen deutlich an Höhe zugelegt, seitdem der Turm errichtet wurde. Also keine Aussicht. Eine neun Meter hohe Metallkonstruktion, die hier oben mal stand und die Aussicht verbessern sollte, ist zwischenzeitlich schon wieder abgebaut worden.
Rückkehr ins Hotel
Anschließend fahren wir wieder zum Hotel zurück. Vor dem Abendessen packe ich schon mal einiges in meinen Koffer. Da ich noch ein bisschen Zeit habe und die Sonne noch scheint, gehe ich zum ersten und letzten Mal zum ca. 300 m entfernten Strand von Balka. Auch dieser Strand ist sehr feinsandig. Nur wenige Leute sind hier und ich genieße die Ruhe und die untergehende Sonne. Dann geht es ein letztes Mal zurück ins Hotel zum Buffet.
Auch heute schmeckt das Essen wieder sehr gut und es stehen schöne Sachen auf dem Buffet. Inzwischen haben wir auch erfahren, dass wir morgen früh um 6 Uhr frühstücken müssen und um 6 Uhr 45 abfahren, weil um 8 Uhr die Fähre nach Saßnitz ablegt. Na ja, das wusste ich schon vorher, als ich mir den Fahrplan der Fähren angesehen habe. Lustigerweise stellt die Rezeption richtige Wecker für die Gäste zur Verfügung, die auf Nummer sicher gehen wollen.
Nach dem Abendessen bezahle ich meine Rechnung für die Getränke und dann läuft das übliche Abendprogramm ab.
| Wetter | : | erst stark bewölkt, dann ab ca. 10 Uhr Sonne bis nachmittags, 18 Grad und viel Wind |
| Unterkunft | : | Hotel Balka Strand (in Balka) |


