Zwischenstopp am Werbellinsse
Abreisetag
Heute ist Abreisetag, schade. Gestern Abend habe ich schon fast alles eingepackt und so kann ich heute früh ganz entspannt zum letzten Mal Brötchen holen. Wir werden schon gegen 9 Uhr frühstücken um dann noch den Rest zu packen und das Apartment pünktlich verlassen zu können.
Nach dem Frühstück wird schnell noch alles abgewaschen und der letzte Müll entsorgt. Ein letzter Blick in die Apartments (nicht vergessen ?), dann bringen wir unser Gepäck in die Autos.
ich gebe die Schlüssel dem Vermieter zurück
Auf dem Rückweg nach Berlin fahre ich vorher noch beim Vermieter vorbei um dort alle Schlüssel abzugeben. Außerdem erzähle ich noch von unseren positiven Erfahrungen mit den Apartments und melde eine lose Klinke zur Reparatur an. Gitti und Astrid fahren inzwischen schon Richtung Berlin.
letztes Treffen am Werbellinsee
Wir wollen uns aber unterwegs noch einmal am Werbellinsee im Restaurant Lounge Café Aquamarin treffen um gemeinsam etwas zu essen oder ein Eis zu genießen. Nach Schlüsselübergabe mache ich mich auch auf den Weg. Viele rote Ampeln, Trecker, Langsamfahrer und Wohnmobile bremsen mich mächtig aus. Zum Glück ist die Autobahn dann relativ frei und ich komme mit nur wenigen Minuten Verspätung am Werbellinsse an.
Wir wundern uns zunächst über ein Schild das besagt : „Bitte warten sie bis sie plaziert werden, damit unser elektronischer Mitarbeiter sie findet“ und bekommen dann einen Platz auf der Terrasse mit schönem Blick auf den See.
interessante Begegnung
Zunächst erscheint ein Kellner, der unsere Wünsche in gebrochenem Deutsch (mit italienischem Dialekt) aufnimmt und gleich mal was verwechselt, das kann schon mal passieren. Dann tut sich erstmal eine Weile nichts.
Plötzlich kommt tatsächlich ein Servierroboter mit den beiden Gerichten von Gitti und Astrid angerollt und hält genau am Tisch an, so daß die Teller direkt aus den verschiedenen Etagen entnommen werden können. Astrid fragt den Roboter noch nach Parmesan aber so intelligent ist der dann doch nicht. Nach einer kurzen Wartezeit fährt er wieder zurück ins Restaurant. Ist schon lustig.
kein guter Service
Leider dauern die Getränke dann noch eine Weile und der Kellner macht keinen sehr freundlichen Eindruck (seit Anfang an). Der Parmesan für die Nudeln schafft es trotz zweimaliger Nachfrage nicht bis zu unserem Tisch. Mein Waldfrucht-Eisbecher wird wenigstens auch kurz nach dem Essen serviert. Trotz des guten Essens hinterläßt das Restaurant einen faden Beigeschmack wegens des unfreundlichen und nicht aufmerksamen Kellner. Dementsprechend zahlt Astrid auch nur die Rechnungssumme ohne einen Cent Trinkgeld. Dann verlassen wir das Restaurant und nach einer letzten Verabschiedung geht es direkt nach Hause.
ich bin wieder zuhause
Ich treffe dort gegen 14 Uhr 30 ein und bringe alle Sachen nach oben. Danach fahre ich in die Waschanlage, denn das Auto hat offensichtlich ein heftiges Insektenbombardement abbekommen. Dann noch volltanken und nun ist das Auto wieder topfit.
Anschließend kaufe ich noch ein paar Kleinigkeiten ein und lege einen letzten Stopp an unserer Imbissbude für eine Currywurst ein. Das ist bzw. war schon fast Tradition bei Elke und mir wenn wir aus einem Urlaub zurückgekehrt sind.
Danach kehre ich endgültig nach Hause zurück.
FAZIT :Diesen ersten Urlaub seit dem Tod von Elke habe ich zum Glück besser verkraftet als ich es mir vorher vorgestellt hatte. Bei den Touren, die ich alleine gefahren bin oder den Wanderungen war viel Zeit zum Nachdenken. Dabei habe ich inzwischen viel begriffen, was mir gut tut und was nicht.
Auch daß es ein Leben des Hinterbliebenen nach dem Tod eines geliebten Ehepartners gibt und es nichts nutzt ständig in tiefer Trauer zu leben. Die Trauer um Elke wird vielleicht mit der Zeit langsam weniger werden und vielleicht durch viele positive Erinnerungen unseres langen und gemeinsamen Weges ersetzt. Doch vergessen werde ich sie trotzdem nie. Aber mein Leben geht weiter und wie lange ich noch zu leben habe weiß niemand. Also werde ich versuchen, trotz der Trauer, mein Leben zu leben.
Usedom war dazu ein erster Schritt. In absehbarer Zeit folgt dann der nächste Schritt. Ich gehe ganz alleine auf eine 4-tägige Ostseekreuzfahrt mit „Mein Schiff 7“ nach Visby und Karlskrona. Es ist noch nicht mal ein Jahr her, daß Elke und ich mit Aida auf der Ostsee gekreuzt sind und ich bin gespannt, was die Erinnerungen mit mir anstellen werden.
| Wetter | : | morgens stark bewölkt, tagsüber teilweise sonnig, bis 25 Grad |

