Ankunft in Cochem
Ausflug zur Reichsburg mit Weinprobe


24.09.2025

Balken

Ausflug in Cochem

In der letzten Nacht habe ich schon besser geschlafen. Nach dem Frühstück treffen sich alle Ausflugsteilnehmer (Cochem und Reichsburg) um 9 Uhr 15 vor dem Schiff. Zunächst spazieren wir vom Anleger aus über die Skareag-Brücke auf die anderen Moselseite in die Stadt Cochem. Von der Brücke aus bieten sich schon schöne Ausblicke auf die Reichsburg und die Stadt Cochem. Die Reichsburg wurde ursprunglich um 1100 errichtet. Nach der Zerstörung im 17. Jhdt. wurde die Ruine 1868 bis 1877 vom Berliner Kaufmann Ravené erworben und wieder aufgebaut.

wir besuchen zunächst kurz die Altstadt

Erster Stopp in der Altstadt ist das Enderttor mit der Torschenke (Torwärterhäuschen) von 1352. Es ist eines von noch 3 erhaltenen Stadttoren. Durch das Fuchsloch, einem Durchgang der einmal das kleinste Cochemer Stadttor war, gehen wir später in Richtung Moselpromenade. Vor der St. Martinkirche warten wir auf die Busse, die uns zur Reichsburg hinauffahren sollen. Dank der Audio-Guides vom Schiff können wir in beiden Bussen, die dicht hintereinanderfahren, sogar den Kommentar der Reiseleitung aus dem 1. Bus verstehen. Es dauert nicht lange und wir erreichen den Eingang zur Reichsburg.

die Burgführung

Die Reichsburg kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Kurz darauf erscheint auch eine junge Frau, die uns anschließend in ca. 45 Min durch die Burg führen wird. Zunächst werfen wir einen Blick auf die Freiflächen um die Burg herum, bevor wir dann das Innere betreten. U.a. sehen wir uns den großen Speisesaal an, den Rittersaal und das Jagdzimmer. Auch die die sogenannte Kemenate mit einem spätgotischen Kreuzrippengewölbe liegt auf unserem Weg. Dieser Raum ist einer der wenigen in der Burg, der beheizt werden kann.

Dann werden wir auf einen Balkon der Burg geführt, der uns einen fantastischen Ausblick auf die Mosel bietet. Von hier aus geht es direkt in den großen Hof, den wir zu Anfang schon kurz gesehen haben. U.a. befindet sich hier ein großer Brunnen. Damit endet unser Rundgang durch eine wirklich interessante Burg, auch wenn diese "nur" aus dem 19. Jhdt. stammt und wieder aufgebaut wurde und nicht "uralt" ist.

noch einmal bummel ich durch die Altstadt

Dann geht es mit den Bussen wieder hinunter nach Cochem, bzw. an den Rand des Ortes. Ab einer bestimmten Zeit dürfen keine Autos u.ä. mehr in die Altstadt einfahren. Unserer Stadtführerin begleitet uns auf dem Weg bis in die Altstadt und zeigt uns noch viele schöne Häuser. Ich trenne mich dann von der Gruppe und erkunde die Stadt auf eigene Faust. Besonders interessant ist der Marktplatz von Cochem mit seinen schönen Fachwerkhäusern. In der Kirche St. Martin sehe ich mir noch die außergewöhnlichen Fenster an. Sie wurden von den Engländern Graham Jones und Patrick Reyntiens 2009 entworfen und eingebaut. Diese Beiden haben auch schon für die Westminster Abbey in London solche Fenster entworfen.

zurück zum Schiff

Anschließend laufe ich über die Brücke auf die andere Seite des Rheins und zum Schiff zurück. Kurz bevor ich das Schiff erreiche fängt es doch noch an zu regnen. Was für ein Glück. An der Bar in der Lounge genehmige ich mir eine Kleinigkeit vom Buffet und genieße einen Drambuie (ein Whiskey-Likör). Beim Gespräch über unsere Lieblingsgetränke wurde dieser nämlich auch erwähnt. Deshalb haben wir nachgefragt und es gibt ihn tatsächlich an Bord. Es wird nicht der letzte der Reise sein.

Später gibt es dann, wie jeden Tag, Kaffee und Kuchen. Zwischendurch erleben wir immer wieder die eine oder andere Schleuse. Leider regnet es sehr oft während der Fahrt, so dass wir die meiste Zeit in der Lounge verbringen müssen. Andere Mitreisende wie z.b. Renate, mit der ich in Rüdesheim unterwegs war, nutzt täglich die an Bord vorhandene Sauna des Schiffes. Direkt neben der Sauna befindet sich auch ein kleiner Fitnessraum. Helene, eine weitere Tischnachbarin, absolviert täglich auf ihrer Kabine ein leichtes Sportprogramm. Ich nutze die ruhigen Phasen und lese weiter in meinem Ebook von Dan Brown.

Später am Tag findet wieder, wie jeden Tag, die Infoveranstaltung für die Programmpunkte des nächsten Tages statt. Dann geht es direkt zum Abendessen. Nachdem ich die beiden speziellen Restaurants an Bord getestet habe, bin ich heute wieder am Tisch der Alleinreisenden und speise mit allen zusammen.

Abendprogramm

Auch diesen Abend treffen sich alle Tischnachbarn wieder in der Lounge, Es ist eine sehr nette Truppe, die sich da zufällig gefunden hat. Nachdem ich heute mittag schon den Drambuie (Whiskey mit Honig und Kräutern) entdeckt habe, sehe ich in der Karte, dass es auch Baileys (Whiskysahnelikör) gibt. Also bestelle ich mir auch diesen Likör, der sehr lecker schmeckt. Es wird wieder ein sehr netter und lustiger Abend. Übrigens, Drambuie und Bailey sind nicht im Getränkepaket enthalten.

Gegen 23 Uhr geht es dann für mich auf die Kabine und zum üblichen Abendprogramm. Wieder ein sehr schöner Tag mit einem interessanten Ausflug, der zum Glück im Trockenen stattfand. Leider regnet es immer wieder mal während wir auf der Mosel fahren. So kann man die Landschaft rechts und links neben dem relativ schmalen Fluß mit den Weinbergen und kleinen Orten nicht so richtig genießen.

Balken

  Wetter : beim Rundgang trocken, ansonsten viel Regen tagsüber, 12 Grad
  Unterkunft : MS Thurgau Gold, Kabine 226, Mitteldeck