eigener Ausflug in Rüdesheim
Heute ist Rüdesheim angesagt
Die letzte Nacht war schon etwas besser und gegen 7 Uhr stehe ich auf. Schon um 7 Uhr 30 bin ich im Restaurant um in aller Ruhe mein Frühstück zu genießen. Heute sind schon mehr Leute am Buffet unterwegs als gestern. Das Wetter ist sehr gemischt, teilweise zeigt sich etwas blauer Himmel, aber es fällt immer wieder Nieselregen. Ich habe mich schon auf einen einsamen Spaziergang durch Rüdesheim vorbereitet, da fragt mit Renate (Tischnachbarin), ob wir nicht zusammengehen wollen. Sie hat heute keinen Ausflug gebucht. Ich war zunächst sehr überrascht, habe mich dann aber sehr gefreut, in netter Begleitung und nicht alleine gehen zu müssen.
heute erkunde ich Rüdesheim zusammen mit meiner Tischnachbarin Renate
Also laufen wir gemeinsam los und steuern die Ziele an, die ich mir zurecht gelegt habe und Renate läuft ohne zu zögern mit. Der Regen hat zum Glück aufgehört und ab und zu scheint schon die Sonne. Deshalb verzichte ich heute mal auf die Regenjacke, aber eine Fleecejacke ist immer noch angesagt. Wir sehen uns den ganzen Ort (zumindest den interessanten Teil) an.
Es gibt in Rüdesheim einige interessante Gebäude, wie z.b. den Klunkhardshof, ein großes Fachwerkwohnhaus aus dem 15. Jahrhundert. Wir kommen auch an der Boosenburg (12.Jhdt.), der Brömserburg (12.Jhdt.), dem Brömserhof, einem ehemaliger Adelssitz und Gutshof, dem Groenesteynscher Hof (1785) und dem Bassenheimer Hof (1430) vorbei. Natürlich gehört auch die Drosselgasse als wichtigste Sehenswürdigkeit zum Rundgang. Zu dieser frühen Morgenstunde, es ist kurz nach 9 Uhr, wirkt sie allerdings noch sehr verwaist.
anschließend geht es in einer offenen Gondelbahn hinauf zum Niederwalddenkmal
Pünktlich zur Eröffnung der Seilbahn zum Niederwalddenkmal um 9 Uhr 30 sind wir an Ort und Stelle. Für 11€ p.P. (H+R) fahren wir mit einer offenen 2er-Gondel hinauf zum Denkmal.
Das Denkmal soll an die Einigung Deutschlands 1871 erinnern. Wir drehen eine kleine Runde und stoppen kurz am Niederwaldtempel mit schönen Ausblicken über den Rhein und den Ort Rüdesheim. Dann sind es vielleicht noch 200 m bis zum eigentlichen Denkmal. Hier tummeln sich schon viele Asiaten, die offensichtlich per Bus hier nach oben gekommen sind. Sie sind gerade dabei ihre obligatorischen Vor-Ort-Fotos zu machen. Jeder muss mal mit Denkmal fotografiert werden und dann natürlich noch alle zusammen. Zum Glück ist die Gruppe schon im Aufbruch und ich kann das Denkmal dann doch noch ohne Personen fotografieren. Auch von hier aus kann man weit ins Land, auf den Rhein und den Ort Rüdesheim sehen.
gegen die Kälte hilft Rüdesheimer Kaffee, eine tolle Zeremonie
Zuürck an der Bergstation nehmen wir die nächste Gondel abwärts, es wird ganz schön frisch bei der Fahrt. Daher gönnen wir uns im Lokal "Graf von Rüdesheim" den typischen Rüdesheimer Kaffee. In einem speziellen Gefäß, der Rüdesheimer Kaffeetasse, wird Asbach Uralt mit Würfelzucker erwärmt und flambiert. Anschließend wird starker Kaffee dazugegeben, mit einer Vanillezucker-Schlagsahnehaube bedeckt und mit darüber gestreuten Schokoladenstückchen serviert. Das alles wird direkt am Tisch vor unseren Augen sehr nett zelebriert. Der Alkohol und der warme Kaffee zeigen Wirkung und wärmen uns auf. Am Nachbartisch entdecken wir Gisela und Dieter, die abends auch immer an unserem Tisch im Restaurant sitzen.
das Mittelrheintal mit vielen Burgen
Nachdem wir unseren Rüdesheimer Kaffee genossen haben, kehren wir direkt aufs Schiff zurück und sind 20 Minuten vor der Abfahrt wieder an Bord. Bei jetzt doch relativ schönem Wetter, die Sonne kommt öfters zum Vorschein, fahren wir die kommenden Stunden auf einem besonders interessanten Abschnitt des Rheins, dem Mittelrheintal mit vielen Burgen und Schlössern.
U.a. passieren wir den Mäuseturm von Bingen, die Burg Pfalzgrafenstein, den Loreleyfelsen und bei Koblenz dann die Festung Ehrenbreitstein. Eine sehr schöne Strecke, auf der ich viel Zeit auf dem Oberdeck verbringe. Es ist allerdings auch sehr windig, so dass ich mich öfters auf das etwas windgeschützte Vorschiff zurückziehe.
bei Koblenz erreichen wir die Mosel
In Koblenz, hier werden wir auf dem Rückweg noch stoppen, fahren wir um das Deutsche Eck herum in die Mosel ein. Die erste von insgesamt 10 Schleusen die wir auf der Mosel passieren müssen, liegt direkt vor uns. Die Schleusungshöhe an der Mosel variiert je nach Staustufe und Fallhöhe und liegt ca. zwischen 4,70 m und 9 m.
heute Abend speise ich im Restaurant "Private Dining Mekong Flavours"
Inzwischen hat sich der Himmel schon wieder bewölkt, aber es ist noch einigermaßen warm. Um 18 Uhr 30 bekommen wir wieder durch den Reiseleiter die Informationen für den nächsten Tag. Um 19 Uhr nehme ich heute Platz an meinem reservierten Tisch im asiatischen Restaurant "Private Dining Mekong Flavours" in der Nähe der Bar in der Lounge. Es gibt wieder ein sehr leckeres 4-Gang-Menü, wobei man sich das Menü aus einer Karte zusammenstellen kann.
Den Rest des Abends verbringen wir wieder im Salon
Nach dem Essen berichte ich im Hauptrestaurant dem Rest des Tisches, was es heute so Leckeres gab. Wir plauschen noch eine Weile und trinken zum Abschluss einen Espresso und einen Schnaps. Dann ziehen wir wieder in die Lounge um, wie jeden Abend, wo wir den Rest des Tages verbringen.
Später auf der Kabine findet dann wieder mein übliches Programm mit Reisebericht, Bilder sichern usw. weiter.
| Wetter | : | 18 Grad, viel Sonne aber auch Wolken und morgens vor Spaziergang Niesel, ab Spaziergang weitestgehend trocken |
| Strecke | : | 6 Km |
| Unterkunft | : | MS Thurgau Gold, Kabine 226, Mitteldeck |



