eigener Ausflug nach Heidelberg (mit Transfer)
die erste Nacht ist vorbei
Die erste Nacht an Bord war, wie zu erwarten, etwas schwierig. Das neue Bett und viele ungewohnte Geräusche. Erstaunlicherweise bin ich trotz einiger Schleusen nur einmal dadurch aufgewacht, weil das Schiff gegen die Schleusenwand gestoßen ist, sonst nicht. Gegen 7 Uhr stehe ich auf, dusche mich und bin schon gegen 7 Uhr 30 beim Frühstück. Ich bin, bis auf das Personal, ganz alleine. Mein Fotografenherz schlägt höher. Jetzt kann ich in Ruhe das Restaurant und das Buffet fotografieren.Frühstücksbuffett
Nach und nach erscheinen weitere Tischnachbarn und wir starten in den 1. kompletten Tag an Bord. Das Buffet ist sehr umfangreich und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Für mich z.B. gibt das äußerst leckere Bircher Müsli, was ich sehr liebe. Alles weitere sieht man auf den Bildern. An einer extra Station kann man sich Eier jeder Art zubereiten lassen. Auf einer extra Speisekarte auf dem Tisch stehen weitere Speisen, die man bestellen kann. Z.b. Strammer Max, Pancakes und French Toast. Ich liebe u.a. "Egg Benedict", welches auch auf der Karte steht und bestelle es mir nahezu jeden Tag. Ab dem 2. Frühstück weiß unser Kellner schon, wenn ich nach dem Müsli fertig bin, dass ich dann Egg Benedict und zwar mit Speck haben möchte. Toller Service.
Draußen regnet es und die Landschaft ist nicht sehr spannend. Viel Grün. Der Rhein ist hier noch relativ schmal. Um 11 Uhr findet eine erste Infoveranstaltung statt. Marco, der Reiseleiter, stellt die diversen Landausflüge vor. Einige konnte man vorab als Paket buchen, kann sie aber auch einzeln und auch weitere Ausflüge an Bord buchen. Das Ganze geht sehr unkompliziert über den Reiseleiter. Für alle Ausflüge gab es auch an Bord noch genügend freie Plätze. Leider wurden aber auch einige Ausflüge, darunter einen den ich gebucht hatte, mangels Masse, abgesagt.
Ankunft in Speyer und Transfer nach Heidelberg
Gegen 12 Uhr legen wir bereits in Speyer an, 2 Std. früher als erwartet. Zu diesem Zeitpunkt wird gerade das Mittagessen serviert. Entweder sucht man sich im Restaurant aus einer Karte die verschiedenen Speisen aus (wie beim Abendessen) oder bedient sich in der Lounge im Barbereich an einem kleinen Buffet. Das Hauptgericht am kleinen Buffet besteht überwiegend aus einem Nudelgericht, das täglich wechselt. Daneben werden auch noch kleine Häppchen und Salat angeboten. Für eine kleine Mahlzeit zwischendurch reicht das für mich jeden Tag völlig aus.
Gegen 14 Uhr 30 verlasse ich das Schiff zu einem Transfer nach Heidelberg. Ich habe überwiegend auf organisierte Ausflüge verzichtet, da ich mir lieber die Orte alleine und in meinem Tempo ansehen möchte. Zusammen mit den Gästen, die einen Ausflug gebucht haben, fahre ich nach Heidelberg. Leider schrumpft, durch verschiedene Umstände, die frei verfügbare Zeit in Heidelberg deutlich. So kann ich mir das Heidelberger Schloss letztendlich nur vom Ort aus ansehen kann, was aber auch einen guten Eindruck hinterlässt.
Bummel durch die Altstadt von Heidelberg
In der Altstadt von Heidelberg angekommen laufe ich dann alle die Stellen ab, die ich mir vorher im Internet schon auf die Liste der sehenswerten Stellen gesetzt habe. Immer wieder regnet oder nieselt es ein wenig, mit kurzen Pausen. Vom Karlstor aus laufe ich durch die Altstadt über den Karlsplatz, den Kornmarkt und auch den Marktplatz mit der Heiligeistkirche und dem alten Hotel zum Ritter St. Georg. Unterwegs ergeben sich immer wieder schöne Blicke auf das Heidelberg Schloss oberhalb der Stadt.
Weiter geht es zur "Alten Brücke" mit einem schönen Brückentor und einer Bronze-Statue vom Heidelberger Brückenaffen. Entlang des Neckar erreiche ich schließlich den Heuscheuer (ehemal. Lagerhaus) und den Marstall von 1510. Ein ehemaliges Zeughaus und Geschützgiesserei. An der Hauptstraße von Heidelberg sehe ich mir einige sehr schöne alte Häuser an und lege zwischendurch eine kurze Kaffeepause ein. Durch das Universitätsviertel mit der Peterskirche, schönen alten Gebäuden, dem Hexenturm und der Jesuitenkirche geht es langsam wieder Richtung Bushaltestelle für die Rückfahrt. Zwischenzeitlich war von Regen, Nieselregen und kurzen trockenen Phasen alles dabei. Um 18 Uhr verlässt der Bus wieder Heidelberg und es geht zurück nach Speyer.
Infoveranstaltung und Abendessen (italienisch)
Um 19 Uhr 15 beginnt an Bord schon die nächste Infoveranstaltung, das sogenannte Hafengespräch. Hier werden immer die Aktivitäten des nächsten Tages besprochen. Anschließend geht es direkt zum Abendessen. Mein Abendessen findet allerdings heute in der Brasserie d'Or am Heck des Schiffes statt. Dort wird jeden Abend das "temporäre Restaurant" Taverna ltaliana eröffnet. Normalerweise ist hier ein weiterer ruhiger Aufenthaltsbereich. Die vorhandenen Tische werden schön eingedeckt und ca. 14 Personen können hier italienisch speisen. Eine Speisekarte findet man in der Fotogalerie.
Obwohl es vielleicht nicht so richtig passt bestelle ich mir ein tschechisches Schwarzbier zum Essen, was sehr süffig schmeckt. Für das Essen bekommt man, wie auch im Hauptrestaurant, eine Menükarte aus der man sich die Vorspeise, das Zwischengericht, das Hauptmenü und das Dessert zusammenstellen kann. Das Essen hier schmeckt auch sehr gut und die Atmosphäre ist deutlich ruhiger und entspannter als im Hauptrestaurant. Anschließend kehre ich dorthin zurück und berichte von meinen Erfahrungen im italienischen Restaurant. Ich bekomme sogar durch unseren sehr sympathischen und netter Tischkellner noch ein Dessert gereicht. Zum Abschluss genehmige ich mir, wie auch einige andere am Tisch einen Espresso und einen Schnaps.
abends in der Lounge und Abendprogramm auf der Kabine
Im Anschluss gehen wir wieder zu dritt in die Lounge und verleben dort noch einen sehr netten Abend. Nachdem sich Helene schon etwas früher verabschiedet hat, bleiben Renate und ich noch eine Weile sitzen, unterhalten uns gut und trinken noch einen Sekt. Kurz nach 23 Uhr gehen auch wir zurück auf unsere Kabinen. Wie wir dabei feststellen, sind Renate und ich Kabinennachbarn.
Nun spule ich noch schnell das Abendprogramm ab und gehe dann schlafen.
| Wetter | : | sehr gemischt, immer mal wieder Regen, 15 Grad |
| Unterkunft | : | MS Thurgau Gold, Kabine 226, Mitteldeck |



