eigener Rundgang Altstadt und Gondelfahrt zur Festung Ehrenbreitstein
über Nacht nach Koblenz
Als ich heute früh aufstehe sind es nur noch wenige Flusskilometer auf der Mosel bis nach Koblenz. Während des Frühstücks passieren wir die letzte Moselschleuse und legen gegen 9 Uhr in Koblenz an, direkt neben der Arosa Brava. Mit diesem Flusskreuzfahrtschiff sind Elke und ich 2021 in die Niederlande bzw. nach Belgien gefahren. Unsere Anlegestelle liegt noch auf der Mosel, kurz vor dem Deutschen Eck.Altstadtbummel - Altes Kaufhaus und Schöffenhaus
Kurz nach der Freigabe des Schiffes gehe ich von Bord. Ich will zunächst die Altstadt erkunden, da die Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein erst ab 10 Uhr in Betrieb ist. Am Peter-Altmeier-Ufer laufe ich Richtung Balduinbrücke bis zum Alten Kaufhaus von 1419. Den sogenannten Augenroller, ein angebliches Bildnis des Raubritters Johann Lutter von Kobern, mit beweglichen Augen und Zunge werde ich auf meinem Rückweg auf der anderen Seite des Gebäudes sehen. Gleich neben dem Alten Kaufhaus steht das Schöffenhaus von 1528, ein sehr schönes Gebäude.
Altstadtbummel - Haus Metternich und die "Vier Türme"
Weiter geht es zum Münzplatz, wo das Haus Metternich steht. Das heutige Gebäude stammt von 1674 und diente als Wohnhaus. Die Altstadt von Koblenz ist nicht ganz so spannend wie die schönen kleinen Moselstädtchen, es gibt kein so richtig geschlossenes Altstadtviertel. Der nächste Besichtigungspunkt liegt an der Kreuzung der Straßen Am Plan – Löhrstraße – Altengraben – Marktstraße, die sogenannten "Vier Türme". An jedem der 4 Häuser ist ein reich verzierter Erker angebracht, ein sehr schönes Bild.
Altstadtbummel - Am Plan und die pinken BH's
Am "Plan", einen Platz in der Altstadt, steht sowohl ein alter Brunnen (1806) der Trinkwasserversorgung wie auch ein Teil des barocken Baubestandes aus dem 18. Jahrhundert. Vorbei an der Liebfrauenkirche geht es weiter durch die Altstadt. Plötzlich stutze ich und muss zweimal hinsehen. Da hängen doch tatsächlich pinkfarbene BH's an Schnüren über einigen Straßen. So etwas kannte ich schon mit Schuhen aber noch nicht mit BH's. Aber die Erklärung ist einfach. Eine Initiative will so ein ein gemeinsames Zeichen im Kampf gegen Brustkrebs setzen. In der Straße "Entenpfuhl" hängen dann keine BH's mehr über der Straße, sondern andere geometrische Figuren. Sieht auch nett aus.
Altstadtbummel - Jesuitenplatz - Schängelbrunnen und das Kurfürstliche Schloss
Ich erreiche den Jesuitenplatz, wo mir gleich die Citykirche am Jesuitenplatz ins Auge fällt. Von dieser 1944 zerstörten Kirche wurde die verschonte Westfassade in den Neubau integriert. In dem schlossartigen ehemaligen Jesuitengymnasium von 1694 am gleichnamigen Platz mit seinen Türmen und prächtigen Portalen ist seit 1985 das Rathaus der Stadt untergebracht. Vorbei am Schängelbrunnen mit der Bronzefigur, die alle paar Minuten einen Wasserstrahl weit über das Brunnenbecken hinaus spuckt, gehe ich weiter zum Kurfürstlichen Schloß von 1777. Das Schloß ist fast vollständig eingerüstet und kein schöner Anblick für Fotografen.
Altstadtbummel - Preußischen Regierungsgebäude und eine Seilbahn
Jetzt bummel ich auf dem Konrad-Adenauer-Ufer vorbei an einem beeindruckenden preußischen Regierungsgebäude von 1902 Richtung Seilbahn. Ganz in der Nähe steht das Pegelhäuschen von 1609, ehemals als Rheinkran und Teil einer Bastion errichtet, ab 1839 wurde es zu einem Pegelhaus umgebaut. Kurz nach 10 Uhr erreiche ich die Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein. Die Seilbahn schwebt von den Rheinanlagen über den Rhein hinauf zur Festung. Ich kaufe mir ein Kombiticket, was die Seilbahnfahrt und den Eintritt zur Festung beinhaltet. Wenige Minuten später bin ich auf dem Weg hinauf zur Festung, die Fahrt dauert nur rund 5 Min. Eine schöne Fahrt über den Rhein mit guten Ausblicken auf die Festung.
Besuch der Festung Ehrenbreitstein
Die ersten Bauten für die Festung wurden bereits um 1000 n. Chr. errichtet und danach wurde sie kontinuierlich über die Jahrhunderte ausgebaut. Mich hat die Festung nicht so richtig beeindruckt, da man hauptsächlich in der gesamtem Anlage Festungsmauern sieht. Es befinden sich hier oben auch einige Gebäude, die aber nicht sehr spannend aussehen. Man braucht für die Festung sehr viel Zeit (die ich nicht habe) um alle Gänge, die sich immer wieder an allen Ecken auftun, zu besuchen. Es sind auch, bedingt durch Bauarbeiten nicht alle Teile der Festung zugänglich. Es gibt auch sehr viele Ausstellungen hier oben auf der Festung. Vom Oberen Schlosshof aus bietet sich ein schöner Blick auf Koblenz und das Deutsche Eck. Nach einer guten Stunde verlasse ich die Festung wieder und schwebe mit der Seilbahn zurück auf die andere Rheinseite.
Altstadtbummel - Deutsches Eck und restliche Altstadt
Um das Deutsche Eck herum bummel ich noch ein bisschen durch die Altstadt. Nach einem kurzen Blick in die Basilika Sankt Kastor geht es weiter durch die Altstadt zur Liebfrauenkirche. Koblenz hat zwar einige nette Ecken, aber nach den schönen Städtchen an der Mosel hat mir die Stadt nicht so 100%ig gefallen. Ich werfe ich noch einen kurzen Blick in die Liebfrauenkirche und gehe dann zurück zum Schiff. Da wir in 2. Reihe liegen muss ich zunächst auf das Oberdeck der Arosa Brava und dann hinüber auf die Thurgau Gold.
Fahrt durch das Mittelrheintal mit seiner schönen Landschaft und vielen Burgen
Es gibt wieder ein leichtes Mittagessen und um 13 Uhr verlassen wir Koblenz. Vorbei an vielen Burgen, die wir schon bei der Herfahrt (auch bei leichtem Sonnenschein) bewundern konnten, geht es jetzt wieder rheinaufwärts nach Basel. Dieser Rheinabschnitt ist auch landschaftlich sehr schön. Später gönne ich mir das eine oder andere kleine Kuchenteilchen. Aus dem Automaten genehmige ich mir dann je nach Lust und Laune eine der vielen Kaffeevariationen.
Vom Vordeck aus genieße ich anschließend die Sonne, die vorbeiziehende Landschaft und die vielen Burgen. Um 18 Uhr 30 hören wir uns erneut an was Marco, der Reiseleiter an Bord, uns zum nächsten Tag erzählt und gehen dann zum Abendessen.
Galadinner
Heute ist das Galadinner der Reise angesagt. Dementsprechend habe ich mich in Schale geworfen, wie auch etliche andere Mitreisende. Statt der üblichen 4 Gänge werden heute ausnahmsweise mal 6 Gänge serviert. Alles ist wieder sehr lecker. Nach dem Dessert hält der Hotelmanager noch eine kurze Ansprache und dann zieht, wie bei den großen traditionellen Kreuzfahrtschiffen, ein Teil des Personals durch das Restaurant. Allerdings ohne Torte u.ä. und Wunderkerzen.
der 1.Kapitän stellt sich den Passagieren - Abendprogramm
Um 21 Uhr 15 lernen wir dann in der Lounge endlich den 1.Kapitän an Bord kennen. Es gibt so eine Art nautische Fragestunde. Allerdings erzählt er sehr viel und beantwortet wenige Fragen. Wie jeden Abend sitzt auch heute unsere lustige Truppe wieder zusammen in der Lounge bis kurz vor Mitternacht zusammen. Auf dem Weg in die Kabine treffe ich noch Marco, den Reiseleiter aus Berlin. Wir kommen ins quatschen und so ist es bereits nach 00 Uhr 30 als ich meine Kabine erreiche. Das war wieder ein schöner Tag.
| Wetter | : | Sehr wechselhaft, 16 Grad, ab und zu blauer Himmel und Sonne, im Rheintal mehr Sonne |
| Unterkunft | : | MS Thurgau Gold, Kabine 226, Mitteldeck |



