AIDA-Ausflug ANR17 - Stadführung und Kanalfahrt in Brügge
ab heute liegen wir für 2 Tage in Antwerpen
Bereits gegen 9 Uhr legen wir heute früh schon mitten in der City von Antwerpen an. Seitdem wir, so gegen 7 Uhr 30, vom Balkon in die Gegend schauen, sehen wir nur Hafenanlagen, Tanks, Kräne und ähnliches. Die "hafenfreie" Landschaft am Anfang der Schelde haben wir heute früh verpasst, aber es war überwiegend flaches Land. Der Hafen von Antwerpen ist nach Rotterdam der zweitgrößte Europas. Wir frühstücken wieder im Innenbereich. Leider ist es morgens noch nicht so warm, dass wir draußen sitzen können. Schon vom Frühstückstisch aus werfen wir einen ersten, schönen Blick auf Antwerpen. Elke wählt heute zum Frühstück einen Caffee Crema, ich gönne mir einen Cappuccino aus dem Automaten.
Ausflug nach Brügge
Der heutige Aidaausflug wird uns nach Brügge führen. Während der Flusskreuzfahrt 2021 nach Belgien haben wir bereits Brüssel, Antwerpen und Gent besucht. Für Brügge hat die Zeit damals leider nicht gereicht. Daher freuen wir uns sehr auf den heutigen Ausflug. Gegen 10 Uhr 30 gehen wir von Bord zum Ausflug nach Brügge. Peter, unser Reiseleiter, erwartet die Gäste am Autobus. Das Wetter ist wieder absolut super. Viel Sonne und wenig Wolken.
Bei Elke läuft es nach Anfangsschwierigkeiten mit dem Knie wieder einigermaßen gut. Nach der erfolgreichen OP des rechten Knies scheint so langsam aber auch das 2. Knie für eine OP fällig zu sein. Die Fahrt verläuft viel über die Autobahn. Nach 90 Min. erreichen wir den südlich der City gelegenen Busparkplatz "Bargeweg". Hier gibt es für "dringende Geschäfte" auch Toiletten. Von hier aus bummeln wir mit dem Reiseleiter Richtung Innenstadt.
Stadtbummel mit Problemen
BRÜGGE - das "Alte Sankt-Jans-Hospital"
Leider macht sich Elke's Knie doch schon wieder bemerkbar und sie wird sich an der Stelle, wo später unsere Bootstour startet, erstmal ausruhen und von hier aus die nähere Umgebung erkunden. Ich wandere mit der Gruppe weiter ins Zentrum von Brügge. Durch den Minnewaterpark und einige Querstraßen erreichen wir die Mariabrug (Mariabrücke). Hier wird Elke auf unsere Rückkehr warten. Vorbei an der Liebfrauenkirche (13.Jhdt.) bummeln wir zum Innenhof des Gruuthusemuseums.
Im Gruuthusemuseum werden ca. 600 Exponaten, insbesondere der Geschichte Brügges aus der Zeit des 15. bis 19. Jahrhunderts ausgestellt. Auch die Liebfrauenkirche ist Teil des Museums. Hier legt der Reiseleiters eine kurze Pause ein um der Gruppe einiges über Brügge und noch vieles mehr zu erzählen. Der Weg bisher war schon sehr schön. Viele alte, schöne und gut restaurierte Gebäude, die einen tollen Eindruck hinterlassen. Da Brügge nie durch Kriege oder großflächige Brände zerstört wurde, sind das mittelalterliches Stadtbild und die historischen Gebäude sehr gut erhalten. Ganz toll.
wir erreichen das Zentrum von Brügge - De Burg und Grote Markt
Von hier aus bummeln wir entlang an einem der Kanäle oder auch Grachten, die die Stadt durchziehen Richtung Innenstadt. Diese Kanäle werden von den Einheimischen auch "Reien" genannt, da sie vom Fluss Rei gespeist werden, der quer durch die Stadt fließt. Über die Nepomucenusbrug und die Wollestratt erreichen wir "De Burg", ein Platz und ehemalige Festung im Zentrum von Brügge. Rund um den Platz stehen eine Vielzahl eindrucksvoller denkmalgeschützter Gebäude wie z.B. die Alte Zivilkanzlei (1537), das Rathaus (1367) , die Heilig-Blut-Basilika und Sankt Basiliuskapelle (1134) und die ehemaligen Propstei des Hl. Donatian (1665).
Weiter geht es zum "Grote Markt" (Großer Markt), der gleich um die Ecke liegt. Es ist der zentrale Platz in Brügge. Zahlreiche Bürgerhäuser, die alle mit ihren Schmuckgiebeln zum Platz hin errichtet wurden, bilden die westliche und die nördliche Grenze des Marktplatzes. Auf der Ostseite stehen das Historium (18.Jhdt.), der Provinzialhof (1887) und ein Postamt (Kommunalbauten). Auf der südliche Platzseite steht der große Belfried (1240) mit den Stadthallen. Die Stadthallen (1240) waren ehemals Lagerhäuser für alle Handelswaren, insbesondere für Tuche, Wolle, Gewürze, Brokat, Pelze und Felle, Holz, Wein und Gobelins. Der 83 m hohe Belfried wurde ebenfalls um 1240 erbaut und demonstrierte die Macht des selbstbewussten reichen Bürgertums und diente als Brandwache. Heute befindet sich im Turm ein Glockenspiel, das 3x in der Woche erklingt.
Freizeit in Brügge
BRÜGGE - Gegend um den Rozenhoedkaai
Ab hier bekommen wir jetzt 60 Min. Zeit um uns die Stadt alleine anzusehen. Um 14 Uhr 15 müssen wir wieder am Bootsanleger sein, wo ich auch Elke wiedertreffe. Ich schlendere nochmal über "De Burg" und gehe durch die Blinde-Ezelstraat (Blinder-Esel-Straße), die von einem Gewölbe zwischen dem Rathaus und der Alten Zivilkanzlei überspannt wird in Richtung Fischmarkt. Von Mittwoch bis Samstag wird hier noch immer Fisch verkauft.
Auf ähnlichen Weg wie auf dem Hinweg bummel ich zurück in Richtung Boostanleger. Sehr beliebt für ein Foto ist der Rozenhoedkaai. Es ist einer der schönsten Blicke auf die Stadt. Rings um den Kai stehen wunderbare Stadthäuser. U.a. ein mächtiges, spätgotisches Herrenhaus, das Haus Perez de Malvenda aus dem 15.Jhdt. Weitere Häuser stammen aus dem 16. und 17. Jhdt.
Ein Gebäude auf dem Weg, den ich mir im Vorfeld der Reise ausgearbeitet habe, kann ich mir aus Zeitmangel (immer ein Problem bei Kreuzfahrten) nicht ansehen. Aber die Bonifaciusbrücke vor der Liebfrauenkirche lasse ich mir nicht entgehen. Von der Brücke aus, die erst im 20. Jhdt. erbaut wurde habe ich einen märchenhaften Blick in die Gracht mit den überhängenden Fachwerk-Häuschen und den vorbeifahrenden Booten. Auf der anderen Seite steht die riesige Liebfrauenkirche. Die Häuser am Kanal stammen aus dem 16.-19. Jhdt. Vorbei an der Liebfrauenkirche erreiche ich den Bootsanleger direkt an der Mariabrug. Gegenüber der Bootsanlegestelle befindet sich das Alte Sankt-Jans-Hospital. Es ist eines der ältesten und bedeutendsten Werke der Backsteingotik in Belgien. Die ersten Gebäude wurden 1226 errichtet. Elke ist auch von ihrer kleinen Runde zurück.
tolle Bootstour (elektrisch) auf den Kanälen von Brügge
Mit dem Unternehmen "Brugesboattour" werden wir auf Kanaltour gehen. Die Route der Tour und die Länge von ca. 30 Min. sind durch die Stadt Brügge festgelegt. Um 14 Uhr 30 startet unsere Bootstour. Alle Boote fahren übrigens rein elektrisch. Zunächst fahren wir in südlicher Richtung zum Beginenhof. Der Blick aus dem Boot bietet uns eine ganz andere Perspektive auf die Stadt. Beim vielen fotografieren muss man allerdings sehr auf die teilweise extrem niedrigen Brücken aufpassen. Manchmal ist zwischen Kopf und Brücke nicht sehr viel Platz. Am Beginenhof, der Mitglieder von religiösen Laiengemeinschaften in weiten Teilen Europas Unterkunft bietet, drehen wir um und fahren jetzt nordwärts.
BRÜGGE - niedrige Brücken und ein informativer Bootsführer
Besonders die Gegend rund um den Rozenhoedkaai sieht vom Boot nochmal ganz besonders schön aus. Am Fischmarkt vorbei sehen wir eine Vielzahl eindrucksvoller denkmalgeschützter Gebäude. Eine wunderschöne Fahrt durch die Altstadt. Ganz typisch für Brügge sind auch die vielen Schwäne, die wir unterwegs immer wieder auf dem Wasser oder in den Grünanlagen sehen. Kurz hinter der Koningsbrug mit Blick auf die Poortersloge, einem Bürgerhaus aus dem frühen 15. Jahrhundert im Stil der Spätgotik, drehen wir wieder um. Es geht zurück zum Anleger. Immer wieder sieht man neue Gebäude oder viele Kleinigkeiten, die man auf der Herfahrt noch nicht gesehen hat.
vor der Busrückfahrt genießen wir noch 2 belgische Waffeln
Nach 30 Min erreichen wir wieder den Ausgangspunkt der wunderschönen Bootstour. Obwohl viele Boote unterwegs sind, ist so eine Tour absolut empfehlenswert. Knapp 60 Min. Freizeit warten jetzt noch auf uns. Wir bummeln daher schon mal langsam in Richtung des Busparkplatzes. Unterwegs mache ich noch einen kurzen Abstecher durch den Beginenhof. Eine Oase in der quirligen Stadt. Auf dem Rückweg kommen wir auch am See Minnewater vorbei, der Teil der mittelalterlichen Festungunsanlage war. Der See ist umgeben von üppiger blühender Vegetation und romantischen mittelalterlichen Gebäuden. U.a. steht hier das malerische Château de la Fey. Dieses neugotische Schlösschen wurde 1893 erbaut. Am Ende des Sees stoßen wir auf ein Überbleibsel der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung, ein Pulverturm von 1401.
Rückfahrt mit Hindernissen
Dann erreichen wir wieder den Platz wo uns der Bus abgesetzt hatte und auch wieder abholen wird. Wir haben noch etwas Zeit und gönnen uns daher 2 belgische Waffeln mit Schokolade bzw. Erdbeersahne. Sehr lecker !!. Um 16 Uhr 10 beginnt unsere Rückfahrt nach Antwerpen. Die Rückfahrt dauert etwas länger, da wir einige Umwege fahren müssen. Eine Mannschaft aus Antwerpen hat nach 66 Jahren endlich die belgische Fußballmeisterschaft gewonnen und man erwartet heute Abend viele Fans in der Stadt zur Meisterschaftsfeier. Um 18 Uhr 20 sind wir wieder zurück. Außer einigen Windmühlen ist die Landschaft unterwegs nicht besonders aufregend.
ANTWERPEN - die Ocean Bar
Abendprogramm an Bord
An Bord können wir dann auch einige lautstarke Fans in der Stadt hören. Später fährt sogar der Mannschaftsbus in der Nähe der Aidaaura vorbei.
Unser Abendessen findet heute mal wieder im Freien statt. Thema des Abends im Restaurant Calypso ist : California. Es wird u.a. Pulled Pork als Burger angeboten, sehr lecker. In der Ocean Bar lassen wir den Abend ohne Theater und sonstiges Vergnügungen ausklingen. Bewaffnet mit 2 Cocktails ziehen wir uns später auf unsere Kabine zurück. Von den Fußballfans haben wir nichts mehr gehört.
Brügge war eine ganz tolle Stadt und besonders die Bootstour war eines der Highlights. Ich könnte aber nicht sagen, ob mich Gent oder Brügge mehr beeindruckt haben. Brügge besitzt ein sehr geschlossenes Altstadtbild, während in Gent der Blick von der Michaelisbrücke auf die "drei Türme", den Fluß Leie und die dahinter stehenden mittelalterlichen Häuser einfach grandios ist. Dafür ist hier das Altstadtbild nicht ganz so geschlossen.
| Wetter | : | Antwerpen Sonne 26 Grad, Brügge Sonne 19 Grad |
| Unterkunft | : | AIDAAURA - Balkonkabine 7227 (backbord) |
| Wellen | : | 1 m |


