Stadtbummel in Eigenregie
heute werden wir uns Art-Nouveau in Antwerpen ansehen
Um genügend Zeit für die Stadtbesichtigung zu haben und auch Pausen für Elke einlegen zu können, stehen wir auch heute gegen 7 Uhr auf. Nach dem Frühstück starten wir zu unserem Stadtbummel. Mal sehen, wie weit wir heute kommen, denn Elke's Probleme mit dem Knie werden nicht besser. Manchmal wird es allerdings im Laufe des Tages etwas besser, sobald sie eine Weile läuft. Gegen 10 Uhr verlassen wir das Schiff und laufen in Richtung Innenstadt.
Bummel durch Antwerpen
ANTWERPEN - die Burg "Het Steen" aus dem 12. Jhdt.
Unser Weg führt uns direkt an der Burg "Het Steen" vorbei, die gleich neben unserem Liegeplatz steht. Erstmalig wurde die Burg im 12. Jhdt. erwähnt. Das heute erhaltene Gebäude ist allerdings nur der Torflügel der ursprünglichen Burg, die im 19. Jahrhundert zum größten Teil abgerissen wurde. Heute befindet sich hier die Touristeninformation von Antwerpen.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht in einer Seitengasse das sehr schöne spätgotische Fleischhaus von 1500. Über die Straße Siukerrui und den Grote Markt mit wunderschönen Gildehäusern von 1576 kommen wir zur Liebfrauenkathedrale (ca. 1530). Diese Sehenswürdigkeiten haben wir schon 2021 während unserer Flusskreuzfahrt besucht und lassen sie daher "links liegen".
ich kaufe 2 Tagestickets für den ÖPNV
Kurz darauf erreichen wir den Groenplaats (Grüner Platz) im Zentrum von Antwerpen. Im "Schatten" der Liebfrauenkathedrale und mit Blick auf das Hilton Hotel (19.Jhdt.), auf das ehemaligen Kaufhaus "Grand Bazar" und das Karfunkelhaus (1520) kann man hier gut eine Pause einlegen. Ich besorge an einem Schalter der Metro (unterirdisch) 2 Tagestickets (je 7,50€) für den ÖPNV.
Fußgängerzone "Meir" und wunderschöne alte Häuser
Dann setzen wir unseren Weg über den Schoenmarkt zur Fußgängerzone "Meir" weiter fort. Auf dem Weg kommen wir am Boerentoren vorbei. Das Hochhaus war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eines der höchsten Häuser Europas. Es ist 88 m hoch und wurde 1930 erbaut. Jetzt liegt eine der bedeutenden Einkaufsstraßen (ca. 500 m lang) in Antwerpen vor uns. Viele große und kleine Geschäfte sind in den historischen Bauten, die die Straße säumen, untergebracht. Unterwegs mache ich einen Abstecher zum Platz Wapper. Hier steht das Rubenshaus von 1610. In diesem Wohnhaus was gleichzeitig auch Werkstatt war, lebte und arbeitete der Maler Peter Paul Rubens. Dann geht es weiter Richtung Hauptbahnhof.
ANTWERPEN - der neoklassizistisches Stadtfestsaal von 1908 ist heute eine Luxus-Einkaufspassage
Wir kommen nur langsam voran, da Elke öfters mal eine Pause einlegen muss. Aber wir haben ja den ganzen Tag Zeit. Unterwegs werfen wir einen Blick in den Stadtfestsaal Antwerpen, ein neoklassizistisches Gebäude von 1908. 2007 wurde es in ein Luxus-Einkaufszentrum umgebaut und sieht wirklich toll aus. Am Ende der Einkaufsstraße erwartet uns eine Ansammlung von wunderschönen Häusern im Beaux-Art-Stil, in neoflämischer Renaissance und neobarocken Stil. Einfach phantastisch.
Am Ende der Einkaufsstraße, am Teniersplatz, stehen rechts und links noch 2 schöne Gebäude. Auf der einen Seite das ehemalige Hotel Metropol, ein neobarockes Gebäude von 1904. Auf der anderen Seite steht ein monumentales Geschäftsgebäude, ebenfalls neobarock und von 1904. Sie besitzen beide phantastisch gestaltete Fassaden.
der Hauptbahnhof und die Suche nach der Tram
Kurz darauf erreichen wir den Bahnhof Antwerpen-Zentral. Wir schießen hier nur einige Fotos, da wir den Bahnhof bereits von 2021 kennen. Jetzt suchen wir die Tram Linie 29. Im gesamten Bahnhofsbereich finden wir keinen Hinweis auf die hier unterirdisch verkehrende Linie. Erst eine nette Verkäuferin weist uns den richtigen Weg. Mit einer Rolltreppe abwärts, dann stehen wir wieder in einem großen leeren Gang. Zum Glück finden wir auch hier Hilfe und mit einem Fahrstuhl geht es weiter ins Untergeschoss -4 !! und dann stehen wir tatsächlich auf dem richtigen Bahnsteig. Tief unter der Bahnhofshalle.
Mit der Tram fahren wir 3 Stationen Richtung Süden und steigen dann an der Station Cuperus aus. In Vorbereitung der Reise habe ich entdeckt, dass das Gebiet Zurenborg im Südosten der Stadt überwiegend von 1894 bis 1906 erbaut wurde und sich Jugendstilhäuser mit neoklassizistischen Villen und Häuser andere Architekturstile wie z.b. dem Fin de Siècle abwechseln. Aber auch Stile wie "Gotisch Revival", Neorenaissance, "Greek Revival", Neoclassical und der "Cottage Stil" (britische Tudor-Architektur) sind hier zu finden. Eine tolle Mischung verschiedenster Häuser.
das Jugendstilviertel Zurenborg
ANTWERPEN - die Straße Cogels-Osylei ist mit ihren schönen und beeindruckenden Herren-Häuser und Paläste aus der Zeit der Belle Époque sicherlich die Prachtstraße des Viertels
Über die Guildenvliesstraat gehen wir zunächst bis Ecke Cogels-Osylei und sind etwas enttäuscht, weil wir kaum schöne Häuser sehen. In einem Restaurant lassen wir uns für eine kurze Pause nieder und trinken etwas. Es ist schon ziemlich warm. Dann teilen wir uns auf. Elke bummelt die Cogels-Osylei (die zentrale Achse des Stadtteils) ein bisschen hinauf und hinunter, während ich mir die Straßenzüge Waterloostraat und Transvaalstraat ansehen will und dann über die Cogels-Osylei zurück zu Elke gehe. Kaum zweige ich in die Waterloostraat ab, verschlägt es mir fast den Atem. Ein schönes Haus neben dem anderen (in verschiedenen Baustilen) steht entlang der Straße. Also haben wir uns doch die richtige Gegend ausgesucht.
Man kann diesen Rundgang gar nicht im Detail beschreiben. Es stehen dermaßen viele schöne Häuser entlang der genannten Straßen, die teilweise wunderbare Dekorationen an den Fassaden besitzen. Es gibt hier ein Möwenhaus, Sonnenhaus, Napoleonhaus und ein Haus der Schlacht von Waterloo (Porträts von Wellington und Napoleon am Haus), die besonders schön oder reichlich dekoriert sind. Besonders die Straße Cogels-Osylei ist mit ihren schönen und beeindruckenden Herren-Häuser und Paläste aus der Zeit der Belle Époque die Prachtstraße des Viertels. Manche Häuser sehen aus wie venezianische Palazzi, an anderen Stellen hat man das Gefühl kleine Schlösser vor sich zu haben. Es ist eine wunderschöne Ecke in Antwerpen, die nur von wenigen Touristen besucht wird. Wir können uns nur schwer von dieser Ecke trennen.
das schönste Jugendstilhaus in Antwerpen
ANTWERPEN - ohne Worte
Daher der Name des Hauses. Die zweiflügelige Eingangstür ist mit Schmiedeeisen verziert. Im ersten Stock befindet sich ein großer Hufeisenbogenerker. Ein phantastischer Anblick. Nach vielen Fotos trennen wir uns endlich von diesem Gebäude und fahren weiter mit der Tram Linie 4 zurück zum Groenplaats.
"House of Waffles"
Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Schiff. Wir kehren auf dem Rückweg noch im "House of Waffles" direkt gegenüber der Liebfrauenkathedrale ein und bestellen uns jeder eine Waffel Brüsseler Art mit Kirschen und jeder einen Erdbeershake. Dann kehren wir wieder auf die Aidaaura zurück.
wir sind zurück auf der Aidaaura
ANTWERPEN - ein letzter Blick auf die Altstadt, dann verlassen wir die Stadt
Nach einem weiteren Erdbeershake und einem doppelten Espresso an der Ocean Bar erholen wir uns erstmal auf unserem Balkon. Eine anschließende Dusche vor dem Abendessen erfrischt uns noch ein wenig, heute war der wärmste Tag der Reise. Mit Blick auf die Altstadt können wir auch heute das Abendessen erneut im Freien genießen. Den Rest des Abends verbringen wir wieder an der "kuschligen" Ocean Bar, die auch heute gut besucht ist. Diese Bar ist bei vielen sehr beliebt, da sie nicht so laut und nicht so groß ist. Es ist noch sonnig und leicht windig.Elke probiert heute "The Old Man and the Ocean" und ich den Drink den Tages "Moonshine" (mit Amaretto, Pfirsich und Cranberry). Beide Drinks sind sehr lecker. Um 20 Uhr verlassen wir Antwerpen mit schönem Blick auf die Altstadt und den Hafen. An der Ocean Bar ist es jetzt richtig windstill und die Sonne scheint. Später am Abend ziehen wir uns mit 2 weiteren Cocktails auf unsere Kabine zurück.
Das war ein weiterer wunderbarer Tag in Antwerpen mit einem tollen Ausflug in den "Jugendstilbezirk" Zurenborg, absolut empfehlenswert. Obwohl wir schon 2021 für 2 Tage in Antwerpen waren, gibt es hier noch so viele verschieden Ecken zu entdecken.
| Wetter | : | tagsüber viel Sonne, 26 Grad |
| Unterkunft | : | AIDAAURA - Balkonkabine 7227 (backbord) |


