Fahrt von Tok nach Fairbanks -- 341 km
05.08.2009
Balken

Trotz verschiedenster Geräusche haben wir in der letzte Nacht in Tok in den nicht ganz so harten Betten wieder recht gut geschlafen. Der erste Blick zum Himmel verspricht etwas Bewölkung, aber offensichtlich etwas bessere Sicht als gestern. Im “Fast Eddy” bestellen wir uns ein schönes Frühstück. Elke ordert das Senior Breakfast, die Mahlzeit für den kleinen Hunger, ein Ei nach Wunsch zubereitet, 1 Scheibe Toast und ein Stückchen Bacon. Ich gönne mir erneut das Miners Breakfast mit 2 Eiern, 2 Toast, Hash Browns und einer Renntierwurst auf Wunsch. Diese schmeckt ausgesprochen würzig. Dazu Kaffee und Saft, für alles zusammen muss man hier 22 US$ (15 €) bezahlen. Das Essen schmeckt aber auch sehr gut, Kaffee wird nachgefüllt. Dann packen wir erneut unsere Sachen und verlassen Tok zum zweiten Mal, diesmal allerdings Richtung Norden nach Fairbanks.

ein tolles Erlebnis gleich nach der Abfahrt

Die Straße ab Tok geht zunächst schnurgerade aus und mit der Zeit wird es etwas langweilig. Elke schraubt gerade meine Getränkeflasche auf und sucht dann den heruntergefallenen Verschluss, als ich scharf auf die Bremse trete. ELCHE, ELCHE rufe ich ihr ganz aufgeregt zu. Sie sieht gerade noch eine Elchkuh mit ihrem Jungen, als wir etwa 20 Meter dahinter zum stehen kommen. Zum Glück ist weit und breit kein Auto. Vorsichtig steige ich aus nehme meine Videokamera heraus und schalte sie an. Beim Druck auf den Auslöser passiert nichts !!. Ausgerechnet jetzt, was ist den jetzt wieder los ?. Des Rätsels Lösung, ich habe gestern eine Kasette gewechselt und was mir sonst extrem selten passiert, dabei den Schreibschutzhebel an der Kasette nicht richtig umgelegt. Daher wollte sie nicht aufnehmen. Ich fluche leise vor mich hin, während Elke zum Glück einige Aufnahmen von der Elchkuh schiessen kann. Das Junge ist gleich beim Vorbeifahren im Wald verschwunden. Die Elchkuh sieht uns noch einen kurzen Augenblick an, dann verschwindet auch sie im Wald. Jetzt wäre meine Kamera wieder einsatzbereit, so ein Mist !.

weiter geht die Fahrt

Noch ganz begeistert von diesem Erlebnis setzten wir unseren Weg fort. Wir unterhalten uns noch eine ganze Weile über das Erlebnis, den die Landschaft unterwegs gibt nicht viel her. Ausserdem hat sich der Rauch wieder verdichtet. An einem Aussichtspunkt können wir noch einen schemenhaften Blick auf ein grosses Flussbett werfen. Später überqueren wir den Robertson River auf einer ziemlich großen Brücke. Das Flussbett ist zwar auch enorm breit, aber zur Zeit befindet sehr wenig Wasser im Fluss. Wir durchfahren den wenig attraktiven Ort Delta Junction.

die Alaskapipeline

die Alaska-Pipeline überquert einen Fluss, sehr stark gesichert damit nichts passiert

die Alaska-Pipeline überquert einen Fluss, sehr stark gesichert damit nichts passiert

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10 Meilen später, die Sonne ist inzwischen ganz hervorgekommen, unterbrechen wir unsere Fahrt. Am Tanana River überquert die Pipeline den Fluss. Man kann hier, direkt am Fluss stehend, die Pipeline sehr schön fotografieren. Strahlend blauer Himmel, so wünschen wir uns das Wetter immer. Das Gelände der Pipeline selber ist hermetisch abgesperrt und mit 2 Zäunen und Sicherheitsein- richtungen geschützt.

Weihnachten steht unmittelbar bevor

nicht nur den Kindern gefällt es mit Santa Claus fotogarfiert zu werden

nicht nur den Kindern gefällt es mit Santa Claus fotogarfiert zu werden

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Inzwischen ist die Sichtweite wegens des Rauchs wieder auf teilweise unter 500 Meter gefallen und es riecht sehr intensiv nach Rauch. Wir fahren nur noch mit Klimaanlage und Innenraumluft. Sonst ist es sehr unangenehm. Mal sehen, wie lange dass noch so weitergeht. Dann erreichen wir North Pole. Hier gibt es einen riesigen Laden mit Weihnachtsartikeln das ganze Jahr über. Außerdem können Kinder ihre Weihnachtswünsche hierher schicken. Wegen der Straßenbauarbeiten müssen wir etwas suchen, aber wir finden dann doch den Weg zum “Santa Claus Home”. Es liegt direkt neben dem Highway. Wer etwas für Weihnachtsdekoration und alles was sonst mit Weihnachten zu tun hat übrig hat, kann hier stundenlang stöbern. Als Höhepunkt kann man sich zusammen mit dem Weihnachts- mann fotografieren lassen. Wir besuchen noch ein paar einsame Renntiere neben dem Laden und machen uns dann auf die letzten Meilen nach Fairbanks.

wir erreichen unser Hotel

Noch 15 Meilen auf dem gut ausgebauten Richardson Highway und wir sind in Fairbanks. Dank des Navi finden wir unser Hotel, die Springhill Suites sehr schnell. Es ist inzwischen 14 Uhr 45. Als wir einchecken, erklärt man uns, dass sie im Augenblick kein Zimmer mit 2 Betten zur Verfügung haben. Erst nach einigem Hin und Her stellt sich heraus, dass erst nach 15 Uhr auch Zimmer mit 2 Betten gereinigt sind und für uns bereit stehen. Alles wird so vorgebucht und wir fahren erst mal zu Starbucks um uns einen Kaffee nach dieser rauchigen Fahrt zu gönnen. Hier in Fairbanks ist es etwas besser mit dem Rauch, aber immer noch deutlich zu riechen und zu sehen. Starbucks befindet sich in Alaska meistens in großen Supermärkten und Einkaufszentren und besitzt nur wenige eigene Läden.

Gegen 15 Uhr 30 kehren wir ins Hotel zurück und erhalten auch das von uns gewünschte Zimmer. Die Zimmer hier im Hotel sind eigentlich Suiten, also Schlafbereich, Wohnecke mit Couch, Arbeits- tisch und Mini-Küche, ca. 27 m² groß. Die Zimmer sind wirklich sehr schön. Waschbecken und Bad sind wieder getrennt. Das Waschbecken befindet sich aber etwas abgetrennt vom restlichen Bereich des Zimmer und nicht mitten drin. Ansprechend eingerichtet macht alles einen sehr guten Eindruck. Wir bringen unser gesamtes Gepäck aufs Zimmer. Anschließend nutzen wir die Guest Laundry um mal wieder zu waschen. In den nächsten Tagen ist nicht ganz klar, ob wir dazu Gelegenheit haben werden, also nutzen wir das aus.

die weiteren Aktivitäten

Nachdem die Wäsche dekorativ im Zimmer (hauptsächlich Bad) zum Trocknen verteilt wurde, fahren wir zu Safeways um noch einige Kleinigkeiten einzukaufen. Dann gehen wir mexikanisch essen. Nachos mit Käse überbacken, dazu Hackfleischsoße und noch einiges andere haben es uns angetaan. Man kann alles so wunderbar mit den Fingern essen. Zurück im Hotel geniessen wir unser Zimmer, die Couch mit Sessel und Hocker zum Füße hochlegen, 2 Fernseher usw. Schön das wir hier 2 Tage bleiben. Das einzige was uns Sorge macht ist das Wetter. Der Rauch wird weiterhin von Kanada bis nach Alaska geblasen und ist, wenn man ihn den ganzen Tag einamtmet sehr unangenehm. Außerdem ist die Sicht stark eingeschränkt. Mal sehen, wann sich das wieder bessert. Es wäre sehr schade, wenn wir Denali nur in Rauchschwaden erleben würden.

Balken
Wetter : stark wechselnd, Rauchschwaden, Sonne, 22 Grad
Unterkunft : Spring Hill Suites -- ÜF
Kategorie Standard -- kontinentales Frühstück
Kostenloses Internet (W-Lan) -- Guest Laundry (2,50 US$)
 
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