Wale Whatching ab Juneau -- 110 km
31.07.2009
Balken

In der letzten Nacht haben wir den Schlaf etwas nachgeholt, der uns davor gefehlt hat. Gegen 7 Uhr 30 sind wir erst aufgestanden.

Und so was nennt sich deluxe Coffee

Mit dem Fahrstuhl fahren wir ins Erdgeschoss wo uns, laut Aussage des Hotels, ein schönes Frühstück erwartet. Was wir erleben ist eine Katastrophe. Bei unserem Eintreffen ist der Behälter mit den Cerealien leer und kein einziger Teller für die wenigen noch vorhandenen Bagel da. Ganz zu schweigen von irgendwelchem Besteck. Wir versuchen es mit dem Kaffee und schaffen es gerade noch 2 Becher zu zapfen, dann sind auch diese Automaten leer, ebenso wie die Milch. Der Deluxe Coffee muss auch gerade alle gewesen sein, den der Kaffee hier schmeckt nicht besonders. So bleibt uns außer Bageln und etwas Marmelade und Butter nichts weiter zum Essen. Wir erwischen gerade noch ein sauberes Messer, welches eigentlich zum Aufschneiden der Bagel gedacht ist. Mangels Tellern nehmen wir uns die letzten Servietten. Als eine junge Frau von der Rezeption herüber kommt und ich sie auf die leeren Kaffeeautomaten hinweise, ernte ich zwar ein nettes Lächeln, das war es aber auch schon. Nichts passiert. So ähnlich ergeht es auch einem älteren Herrn, der etwas zum Frühstück sucht. Sie sagt einer Kollegin Bescheid, antwortet ihm die Rezeptionistin. So etwa haben wir noch nicht erlebt. Sich darüber vor Ort zu beschweren ist, wenn man nicht sehr gut in Englisch ist, fast unmöglich. Aber wir werden auf jedenfalls unserem Veranstalter davon berichten und in den einschlägigen Bewertungsseiten im Internet unseren Kommentar hinterlassen.

auf zu den Walen

Kurz nach 10 Uhr erreichen wir wieder unseren "Superparkplatz" von gestern. Anschließend warten wir, wie im Voucher vorgesehen, auf dem Parkplatz zwischen Talstation der Mt. Robert Gondel / Tramway und der Taku Smokeries auf jemanden von Dolphin Jet Boat Tours. Etwa 20 Minuten nach 10 Uhr sehen wir dann eine Frau mit einem entsprechenden Schild. Die junge Dame begrüßt uns und sagt uns, dass wir um 10 Minuten vor 11 Uhr hier wieder zur Abfahrt erscheinen sollen. Daraufhin gehen wir auf der anderen Straßenseite noch einen Kaffe bzw. einen Smoothie trinken. Am Zebrastreifen steh wieder die Frau von gestern. Immer wenn sich jemand dem Zebrastreifen nähert, springt sie mit ihrem Stopschild auf die Straße, bedeutet den Autofahrern anzuhalten und lässt dann die Fußgänger sicher die Straße überqueren. Eine lustige Angelegenheit. An einer anderen Stelle der Straße haben wir sogar Polizisten im Einsatz mit dem Stopschild gesehen. Um Punkt 11 Uhr werden wir mit anderen Touristen abgeholt und zu einem kleinen Hafen noch hinter dem Flugplatz gefahren Richtung Fährhafen.

wir gehen an Bord

Ein weiterer Mitarbeiter nimmt uns in Empfang und führt uns zum Boot. Dieses kommt gerade von einer Tour zurück und von den Leuten, die uns entgegen kommen, fallen Worte wie z.B. "Great Show" usw. Soll das etwa bedeuten wir sehen wirklich einige Wale?. Um 11 Uhr 31 verlässt unser kleines Boot mit etwa 14 Leuten an Bord den Hafen und nimmt Kurs auf das offene Wasser. Etwa 30 Minuten dauert die Fahrt. Bei soviel Fahrtstrecke bleibt ja nicht viel Zeit für die Wale, denke ich so bei mir. Ich sollte mich gründlich irren.

Suche nach den Buckelwalen

Unser Boot verringert die Fahrt und vor uns dümpeln schon einige kleinere Boote. Wir dürfen jetzt auf das vordere und hintere offene Deck. Wir sind gerade alle dort angekommen, da erfolgt schon ein erster Aufschrei. Zwischen den Booten vor uns brodelt plötzlich das Wasser, anders kann man es nicht nennen. Erst einen Augenblick später erkennen wir, was wir uns absolut nicht vorstellen können. Wir sehen eine Gruppe von Buckelwalen beim Jagen.

eine unerwartetes, aber faszinierendes Schauspiel der Buckelwale

eine unerwartetes, aber faszinierendes Schauspiel der Buckelwale

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Unsere Bootsbiologin klärt uns dann auf. In diesen Gewässern befinden sich zur Zeit etwa 20-30 Buckelwale (auch Humpbacks im englischen genannt). Diese fressen alles was ihnen ins Maul kommt. In Gruppe wird getaucht und dann steigen sie mit offenem Maul bis an die Wasseroberfläche. So etwas hatten wir bisher nur im Fernsehen erlebt. Wir konnten uns gar nicht vorstellen bei so einer Whale-Watch-Tour so etwas zu erleben. Wir sind absolut fasziniert von diesem Erlebnis. Inzwischen haben die Wale ihren Fischfang hier erledigt und tauchen nach und nach wieder ab. Ein grandioses Schauspiel, diese riesengroße Rückenflosse und Schwanzflosse langsam im Meer verschwinden zu sehen.

das Schauspiel geht weiter

Wir wussten nicht was uns jetzt noch erwarten würde. Passiert so etwas etwa noch mal oder war es das schon. Alle warten gespannt was passiert. Dann weisst uns plötzlich die Bootsbiologin darauf hin, dass sich die Möwen plötzlich an einer Stelle über dem Meer versammeln. Augenblicke später erneut wieder dieses Schauspiel.

das Wasser brodelt heftig sobald die Wale auftauchen

das Wasser brodelt heftig sobald die Wale auftauchen

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Das Wasser brodelt und Sekunden später tauchen mehrere Buckelwale mit weit aufgerissenem Maul auf. Sie erheben sich aus dem Wasser und sinken dann wieder zurück, wobei sie das Maul dann schließen. Spektakulär, was wir hier erleben. Zum Glück haben wir nicht vergessen zwischendurch auch auf die Auslöser von Fotoapparat und Videokamera zu drücken. So faszinierend das persönliche Erlebnis ist, so gerne möchte man auch Bilder davon mit nach Hause nehmen. Zu diesem ganzen Spektakel scheint vom strahlend blauen Himmel die Sonne, das Meer ist fast ruhig und um uns herum die Kulisse der schneebedeckten Berge. Das ist ein wirklich ein einmaliges Erlebnis. Alle auf dem Boot sind fasziniert von dem was sie sehen. Das ganze Schauspiel wiederholt sich etwa 10 mal vor unseren Augen und dauert vielleicht jedes Mal ca. 5 Minuten, bis die Wale wieder abtauchen. Meistens sind sie nach etwa 5-10 Minuten dann wieder an der Oberfläche. Die Spannung ist immer sehr groß, wo sie nun auftauchen. Die Möwen sind nicht immer ein zuverlässiger Anzeiger.

alles hat einmal ein Ende

Kurz nach 13 Uhr, die Wale haben gerade eine letzte Vorstellung für uns gegeben, heißt es dann leider Abschied nehmen. Wir werden wieder unter Deck gebeten und in schneller Fahrt erreichen wir gegen 13 Uhr 30 dann den Heimathafen unseres Bootes. Wir sind noch immer ganz fasziniert von diesem Erlebnis und sichten schon mal die ersten Bilder, die viel versprechen. Dann werden wir mit dem Bus zurück nach Juneau Downtown gefahren. Um 14 Uhr verlassen wir den Bus im Ort und gehen zum Auto. Das war eine supertolle einmalige Whale-Watch-Tour, wir hatten nicht erwartet so etwas Spektakuläres zu sehen.

Aussichtspunkt Douglas Island

schöner Aussichtspunkt auf Juneau

schöner Aussichtspunkt auf Juneau

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Mit dem Auto fahren wir anschließend über die Brücke zur Insel Douglas Island. Dann links abbiegen, gleich wieder rechts in die Cordova Street und dann am Ende links in die Pioneer Avenue abbiegen. Diese soweit fahren, bis sie einen scharfen Rechtsknick macht. Von hier aus hat man einen sehr schönen kostenlosen Blick auf Juneau. Zurück auf dem Festland legen wir eine Mittagspause bei McDonalds ein, wir haben in diesem Urlaub noch kein einziges Mal dort gegessen. Dann fahren wir weiter zu einer wirklich wunderbaren Stelle.

toller Aussichtspunkt

blühender Fireweed vor dem grandiosen Mendenhall Gletscher

blühender Fireweed vor dem grandiosen Mendenhall Gletscher

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Auf dem Egan Drive fahren wir Richtung Flughafen, überqueren dann den Mendenhall River und biegen dort sofort rechts hinter der Brücke auf einen nicht ausgeschilderten Parkplatz ein. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick über ausgedehnte Fireweedfeldern (Waldweidenröschen) auf den oberen Teil des Mendenhall Gletschers. Ein wirklich lohnenswerter Fotostopp. Hier beginnt auch ein schöner Wanderweg, den wir aber leider nicht weit gehen können, da ich meine Jacke mit den Papieren im Auto habe liegen lassen. So müssen wir leider umkehren.

Besuch eines weiteren Gletschers

Also fahren wir anschließend über den Mendenhall Loop Drive zum Mendenhall Gletscher. Wir finden auch ziemlich schnell einen Parkplatz. Dann erwartet uns ein wirklich schöner und eindrucksvoller Gletscher. Dieser Gletscher endet am Mendenhall Lake, in den scheinbar öfters Teile des Gletschers fallen (kalben). Man kann den Verlauf des Gletschers auch in seinem oberen Teil sehr gut verfolgen. Neben einem Visitor-Center (Eintritt 3 US$ !!!) befinden sich hier diverse gut ausgebaute Aussichtsterassen und -Punkte, die man gut erlaufen kann. Von den Aussichtsterassen ist der Gletscher noch etwa 500 Meter entfernt.

Eisberge im See und der über 20 km lange Mendenhall Gletscher

Eisberge im See und der über 20 km lange Mendenhall Gletscher

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Das Wetter ist weiterhin super, blauer Himmel und einige weiße Wolken hinter den Gletscherbergen und die Sonne steht auch genau richtig. Man sollte den Gletscher am besten nachmittags besuchen. Wir wandern die ganzen Aussichtspunkte ab, denn jedes Mal sehen wir wieder etwas anderes interessantes. Aus dem Gletscher fließen riesige Wassermengen in Form eines Wasserfalls heraus. Die im See schwimmenden "Eisberge" erreichen teilweise eine erhebliche Größe. Wir sind ganz begeistert von diesem schönen und mit Aussichtspunkten gut erschlossenen Gletschers. Es dauert eine Weile bis wir uns von diesem Anblick lösen und Richtung Hotel zurückfahren. Unterwegs stoppen wir noch an einem schönen Fotopunkt. Im Supermarkt kehren wir noch kurz ein und erreichen dann bald unser Hotel.

Vorbereitungen für Morgen

Am Sonnabend in aller Frühe startet unsere Maschine nach Gustavus zur Glacier Bay. Wir laufen daher schon mal die Strecke zum Flughafen (ca. 5 Minuten) und sehen uns an wo wir "Wing of Alaska", die Fluggesellschaft finden, bei der wir morgen früh einchecken müssen. Sie ist schnell gefunden, direkt am Terminaleingang. Sehr schön, da brauchen wir nicht lange suchen. Wir gehen zurück zum Hotel und werden jetzt erst mal unser mitgebrachtes Obst verspeisen, uns ist gerade danach. Dann sichten wir die hoffentlich tollen Bilder des Tages und werden vielleicht etwas früher ins Bett gehen als sonst. Um 4 Uhr 30 klingelt morgen der Wecker.

Ein supertoller faszinierender und spitzenmäßiger Tag, das hatten wir nicht erwartet. Wir sind schon sehr gespannt auf morgen.

Balken
Wetter : sonnig, einige Wölkchen, 25 Grad, trocken
Unterkunft : Extendend Stay Deluxe -- ÜF
Kategorie Standard -- kontinentales Frühstück
Internet WLAN (einmalig 5US$) -- Guest Laundry (2US$)
1800 Shell Simmons Drive
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