mit dem Auto von Berlin nach Kiel   ---------------------   Liegeplatz : Ostseekai
Abfahrt mit Mein Schiff 1 Richtung Kopenhagen


30.08.2021

Balken

Fahrt Berlin - Kiel

Endlich mal Urlaub ohne Stornierungen, Änderungen des Ablaufs o.ä. Frohgelaunt stehen wir heute früh gegen 8 Uhr auf und machen uns fertig. Nach dem Frühstück packen wir noch restliche Kleinigkeiten in die Koffer. Draußen ist es dunkelgrau und unfreundlich. Gegen 10 Uhr 45 verlassen wir Berlin Richtung Kiel bei Nieselregen. Bei so einem Wetter fahre ich nicht so gerne. Man muss sich sehr konzentrieren (noch mehr wie sonst), der Scheibenwischer wusselt einem ständig vor den Augen hin und her und und man kommt auch nicht so schnell voran. Aber so ist das Leben.

Bis Kiel sind es ca. 350 Km und wir kommen unter den Umständen gut voran. Es regnet immer wieder, mal mehr mal weniger und wir durchfahren öfters kleine und etwas zeitraubende Baustellen. Etwa ein Stunde nach unserer Abfahrt in Berlin hört endlich der Regen auf und die Sonne kommt immer mehr hervor. Über die A111 und die A10 erreichen wir die A24 Richtung Hamburg. Kurz vor der Überfahrt auf die A21 leitet uns unser Navi von der Autobahn ab und wir fahren jetzt über Land.

Kurz vor Bad Segeberg fahren wir wieder auf die Autobahn und legen am Rasthaus Schackendorf nach guten 3 Std. Fahrt eine Pause ein. Wir sind gut in der Zeit. Für den Check-In haben wir das Zeitfenster 16-17 Uhr gebucht, alle davor liegenden Zeiten waren bereits ausgebucht. Da wir maximal 30 Min. vorher unser Auto bei "Parken und Meer" (gebucht über TUI) am Terminal abgeben können, lassen wir uns Zeit und genießen unseren mitgebrachten Imbiss. Eine Nachricht von der "Mein Schiff 1" erreicht uns während des Essens : unsere Kabine ist fertig, toll. Jetzt sind es noch ca. 35 Km bis zum Ostseekai in Kiel. Auf dem letzten Stück bis zum Ostseekai kommen wir gut durch und erreichen um 15 Uhr 40 den Ostseekai. Bei der Einfahrt muss man zwar am Automaten ein Ticket ziehen, welches man aber anschließend vernichten kann. Man braucht es nicht mehr.

Valet Parking

Ein Mitarbeiter von "Parken und Meer" empfängt uns direkt hinter der Einfahrt und schickt uns zunächst zur Gepäckabgabe, damit wir unsere Koffer abgeben können. Dann fahren wir ca. 300 m zurück bis zu der Stelle, wo uns bereits der Mitarbeiter von "Parken und Meer" wieder erwartet. Wir übergeben ihm die Autoschlüssel und KFZ-Papiere und machen uns dann zu Fuß auf den kurzen Weg zum Terminal. Um 15 Uhr 55 (Zeitfenster ab 16 Uhr) stehen wir vor dem Eingang des Terminals, das passt.

Check-In komplett

Ab hier herrscht Maskenpflicht (OP/FFP2). Zunächst werden der Schiffspass (vorher ausdrucken) und das Impfzertifikat kontrolliert. Dann bekommen wir noch 2 ausgedruckte QR-Codes und es folgt eine Temperaturmessung. Nächster Stopp ist der Schnelltest, für den man sich vorher über die TUI-Website anmelden musste. Hier geben wir sowohl die Anmeldung für den Schnelltest (ausgedruckt) wie auch einen der beiden gerade erhaltenen QR-Codes ab, die die Verbindung zwischen uns und dem jeweiligen Schnelltests ermöglichen.

Der Schnelltest ist aus unserer Sicht harmlos (Nasenabstrich) und schnell erledigt. Jetzt können wir im Wartebereich Platz nehmen. Nach 15-20 Min. sollen wir per Mail das Ergebnis ehalten. Durch Scannen des 2. QR-Codes können wir auch unser Ergebnis abrufen können, falls es mit der Mail nicht klappt. Ich frage mich bloß, was mit jemanden passiert, der sich mit dem ganzen "elektronischen Kram" nicht so gut auskennt. Es vergehen keine 20 Min. und beide Testergebnisse (negativ) liegen per Mail vor, geschafft. Jetzt dürfen wir an Bord. Mit der Rolltreppe fahren wir in den ersten Stock, wo zunächst unsere Testergebnisse kontrolliert werden.

Dann folgt endlich der übliche Check-In. Hier müssen wir erneut den Schiffspass und erstmalig den ausgedruckten Gesundheitsfragebogen vorzeigen. Dann wird noch das obligatorische Foto von jedem geschossen und nach etwa 45 Min. sind wir (fast) durch mit allem. Jetzt folgt noch eine Sicherheitskontrolle für das Handgepäck. Hier muss ich sogar den Gürtel aus der Hose ziehen und durchleuchten lassen, hoffentlich geht das gut. Aber die Hose hält. Über die Gangway betreten wir endlich die Mein Schiff 1, die wir noch nicht kennen. Hier muss nochmals der Schiffspass vorgezeigt und die Maske kurz "gelupft" werden. Damit wird das Foto von vorhin mit dem Originalgesicht abgeglichen. Wir haben es geschafft !!

wir sind an Bord / Hygieneregeln

Ab jetzt gelten die Hygieneregeln von TUI, die man hier nachlesen kann. Innerhalb des Schiffes müssen wir eine Maske (OP-Masken/FFP2-Masken wahlweise) tragen. Auf der Kabine, in den Restaurants und Bars, sobald man seinen Platz erreicht hat und auf dem Oberdeck (bei genügend Abstand) kann man die Maske absetzen. Lediglich im Theater muss man die Maske während der gesamten Vorstellung aufbehalten. Aber damit können wir leben. Weitere Vorschriften hat u.a. die Norwegische Regierung erlassen. Es dürfen ausschließlich geimpfte Personen (gilt ab 0 Jahre !) an dieser Reise teilnehmen. Außerdem sind einschließlich Besatzung maximal 2000 Leute an Bord erlaubt. Das bedeutet, es sind (wie wir später erfahren) knapp 1200 Passagiere statt max. 2850 an Bord. Es gibt also jede Menge Platz auf dem Schiff. Wir haben z.b. rechts und links unserer Kabine keine Nachbarn.

Seenotrettungsübung

Mit dem Aufzug erreichen wir Deck 7 und finden unsere Kabine auf Anhieb. Die beiden Bordkarten stecken an der Kabinentür und unsere Koffer sind auch schon da !!!!. Die Kabine sieht aus wie auf den anderen TUI-Schiffen. Wir lassen aber erstmal alles stehen und liegen und gehen in die „Ebbe und Flut - die Bierbar“ auf Deck 5, unsere Musterstation C1. Hier sollen unsere Seenotrettungsübung (SNRÜ) stattfinden. Da wir im Augenblick die einzigen Passagiere in der Bierbar sind, startet unsere SNRÜ sofort. Nach wenigen Minuten sind wir unterwiesen und können zurück auf die Kabine.

In der „Ebbe und Flut - die Bierbar“ entdecken wir so nebenbei ein Probierbrett mit 5 Gläsern (0,1 l) und 5 verschiedenen Bieren. Das werden wir auf jeden Fall mal ausprobieren. Man "kauft hier nicht die Katze im Sack" sondern kann erstmal die verschiedenen Sorten kosten. Auf dem Rückweg zur Kabine kehren wir im "Bistro - Tag & Nacht" ein, unser Magen meldet sich. Eine Portion Currywurst mit Pommes Frittes und ein Glas Ice Tea mit Zitrone geht immer. Die Soße der Currywürste ist diesmal deutlich schärfer gewürzt, als wir es bisher gewohnt waren. Außerdem stecken wir uns gleich noch 2 Kekse (links oben auf der Theke) ein, die immer sehr gut zu einer Tasse Kaffee auf dem Balkon schmecken.

mehrere kleine Probleme müssen gelöst werden

Während Elke schon auf die Kabine geht, frage ich an der Rezeption nach, wo den eigentlich unsere vorab bestellten Nackenkissen und die Mehrfachsteckdose (eigene darf man nicht verwenden) bleiben. Die Rezeption gibt meine Frage an das Housekeeping weiter. Zurück auf der Kabine probiere ich gleich noch die Kaffeemaschine aus, die aber irgendwie nicht so richtig funktionieren will. Später werden die beiden Kabinenstewards, die u.a. unsere Kabine täglich reinigen, die Kaffeemaschine einfach gegen die aus der Nachbarkabine austauschen. Sie testen sie natürlich und überlassen uns gleich noch 4 zusätzlich Kapseln "als Entschädigung".

Als ich unsere Ausflugstickets (liegen nur elektronisch vor) kontrolliere, stelle ich fest, dass ein Ausflug fehlt. Also wieder runter auf Deck 4, dort sitzen die Damen und Herren für die Landausflüge. Wie ich erfahre, wurde ein Landausflug (Christiania Kopenhagen) wegen mangelnder Beteiligung gestrichen (schade). Also werden wir Kopenhagen, wir waren hier schon im Rahmen der Ostseekreuzfahrt 2010 mit der Aidablu an diesem Tag alleine erkunden. Außerdem ändere ich noch den Ausflug im Geirangerfjord von morgens 8:20 auf Nachmittags 14:00 um, was sich später als goldrichtig herausstellt. Ich probiere auch gleich noch aus, ob der Internetzugang klappt. Wir haben schließlich jeder 350 MB Datenvolumen zur freien Verfügung. Alles klappt.

wir verlassen Kiel

Elke hat in der Zwischenzeit auch die Kabinenstewards wegen der Nackenkissen angesprochen. Kurz vor der Abfahrt um 19 Uhr sichern wir uns schon mal 2 Plätze im Außenbereich des Buffetrestaurants Anckelmannsplatz. Von hier aus können wir gut bei strahlendem Sonnenschein und 21 Grad die Ausfahrt beobachten. Bei nur 1200 Passagieren ist es auf den Aussendecks kein Problem (meistens) genügend Abstand zu halten. Bei der Ausfahrt fahren wir u.a. an Laboe und dem bekannten Marine-Ehrendenkmal vorbei. Beide sehen im Licht der untergehenden Sonne besonders schön aus. Zwischendurch sehen wir uns am Buffet um und probieren die verschiedensten Gerichte.

Es ist toll während einer Kreuzfahrt mal wieder im Freien sitzen zu können und das Essen zu genießen. Am Buffet kann man sich (mit Maske) völlig frei bewegen und sich auch selber bedienen. Allerdings soll man sich beim Betreten des Restaurants (zu Anfang) die Hände waschen. TUI-Schiffe besitzen schon immer im Eingangsbereichs des Buffetrestaurants Anckelmannsplatz mehrere Waschbecken. Später kann man die überall aufgestellten Desinfektionsautomaten benutzen. Langsam wird es draußen doch etwas frisch und wir nehmen unser Dessert im Inneren des Anckelmannsplatz ein. Ich freue mich schon sehr auf die Eisbar mit ihren wechselnden Sorten. Man kann sein Eis zusätzlich mit Smarties, bunten Streuseln, knusprigen Streuseln, Schokosoße und vielem mehr dekorieren. Lecker !

der erste Theaterbesuch

Um 21 Uhr 15 besuchen wir das Theater, wo heute der Lektor Marcus Kummerer seinen ersten Vortrag halten wird. Im Theater und auch bei einigen anderen Veranstaltungen muss man sich vorher über das Bordportal anmelden. Beim Eintritt in das Theater wird man dann nach seiner Kabinennummer gefragt. Es soll wohl aber auch möglich sein, wenn nicht zuviele Leute im Theater sind, ohne Anmeldung an der Veranstaltung teilzunehmen.

Im Theater werden alle Gäste "plaziert" und man muss zu seinen Nachbarn (sofern nicht gleicher Haushalt o.ä.) immer jeweils einen Platz frei lassen. Man kann aber wählen, ob man im Parkett oder lieber im Rang sitzen möchte. Es sind keine Drinks im Theater zugelassen. Der heutige Vortrag des Lektors gilt der dänischen Metropole Kopenhagen, die wir morgen gegen 14 Uhr erreichen werden. Der Lektor ist nicht ganz so unser Geschmack (also sein Art des Vortrags), denn er redet sehr schnell und emotionslos und schweift sehr oft vom Thema ab bzw. erzählt auch vieles, was nicht direkt zu Kopenhagen gehört. Aber damit können wir leben. Andererseits erfahren wir einiges, was für unsere späteren Ausflüge sehr nützlich sein wird. Der Vortrag dauert 60 Min. Man kann einige, aber leider nicht alle Veranstaltungen des Theaters und der Schaubühne (eine Art 2. kleines Theater) auch im Fernseher auf der Kabine verfolgen.

Abendprogramm

Später gönnen wir uns in der TUI-Bar noch den einen oder anderen Cocktail. Auch hier hat die Elektronik Einzug gehalten. Die Barkarte kann man sich nur noch über das Bordportal auf dem Smartphone bzw. per Scan eines QR-Codes auf einem Aufsteller auf den Tischen ansehen. Wir haben nirgendwo eine gedruckte Karte gesehen. Aber die meisten wissen sowieso was sie trinken wollen. Später ziehen wir uns auf unsere Kabine zurück. Abends so zwischen 18:30-19:30 decken die Kabinenstewards die Betten auf, versorgen uns mit 2 Betthupferl und legen das Tagesprogramm für den nächsten Tag auf die Betten. Wir erledigen jetzt unser Abendprogramm. Das bedeutet, alle Bilder werden auf einem kleinen Laptop gesichert, ich schreibe den Reisebericht für den jeweiligen Tag, damit keine Gedanken verloren gehen und alle notwendigen Batterien werden wieder aufgeladen.

Balken
  Wetter : zunächst sehr regnerisch, später besser ab ganz vereinzelt noch Schauer, ab ca. 40 Km vor Kiel deutlich besser, viel blauer Himmel, Sonne, 21 Grad
  Kabine : 7101 (Balkonkabine Backbord)