Mala Mala-Reservat
25.09.2000
Balken

frühes Aufstehen ist angesagt

Gegen 5 Uhr 30 morgens wurden wir heute bereits geweckt und nach einer Tasse Kaffee und einem trockenen Keks begann gegen 6 Uhr unsere erste Morgenpirsch. Es lag noch ein leichter Dunst über der Landschaft als unser Geländewagen (wieder offen, siehe 24.9) das allererste Mal den Fluss durchquerte. Ganz gezielt fuhr unser Guide offensichtlich zu einer bestimmten Stelle.

eine Gruppe von Löwen verspeist eine Giraffe

Und dann sahen wir es ganz genau: mehrere Löwen lagen um eine tote Giraffe herum, die sie wahrscheinlich in der Nacht gejagt und erlegt hatten. Es war schon ein etwas gruseliger Anblick wenn die Löwen ihren Kopf in die tote Giraffe steckten, um sich noch das letzte Stück Fleisch zu holen und dann mit blutverschmiertem Maul wieder zum Vorschein kamen. An dieser Stelle sind wir eine ganze Weile geblieben, denn so etwas erlebt man auch nicht alle Tage. Auf der weiteren Fahrt haben wir noch Elefanten, Löwen, Leoparden und Giraffen neben vielen anderen kleineren Tieren gesehen. Übrigens war eine Windjacke in den frühen Morgenstunden durchaus angebracht, da es noch recht frisch war.

beim Frühstück tauschen wir unserer Erlebnisse aus

Anschließend gab es ein ausgezeichnetes Frühstück (Büfett) bei dem kaum Wünsche offen blieben (es wird für das Geld schon was geboten).

eine "Pirschfahrt" zu Fuß

Im Laufe des frühen Vormittags (wg. der Temperaturen) machten wir dann noch eine sehr ungewöhnliche Safari. Zusammen mit einem Ranger (der bewaffnet war) fuhren wir zunächst hinaus in die Landschaft und dann es ging es ca. 1 Stunde zu Fuß durch die Gegend. Ein ganz tolles Gefühl, weil es eine völlig andere Perspektive war und man nicht nur an der Landschaft vorbeirauscht, aber etwas mulmig war uns doch schon, der schließlich waren wir hier sozusagen in freier Wildbahn.

Aus angemessener Entfernung sahen wir u.a. auch eine Herde Elefanten. Anschließend sammelte uns der Geländewagen wieder ein und es ging zurück zum Mittagessen. Es wahrlich einmaliges Erlebnis, und es ist keinem was passiert. Die richtig großen Wildtiere (außer den Elefanten) bekamen wir allerdings (zum Glück!?) auch nicht zu Gesicht.

auch das Mittagessen ist hervorragend

Gegen 13 Uhr gab es, wie auch schon heute morgen, ein ausgezeichnetes Mittagessen. Anschließend gönnten wir eine Pause auf unserer grossen Veranda. Von hier aus konnten wir einige Elefanten beobachten, die den Fluss entlang zogen.

3. Safari am Nachmittag bis in die Dunkelheit

Die Safari am Nachmittag führte uns dann wieder in völlig andere Gebiete als bisher und eine Eule, 2 Leoparden, ein Buschbaby, Giraffen, Zebras, Gnu's und vieles mehr konnten wir beobachten. Die Pirschfahrt dauerte bis in die Dunkelheit hinein und so erlebten wir einen weiteren Höhepunkt unserer Safaris.

in der Nacht erleben eine Löwengruppe bei der Jagd

Unser Guide hatte eine Gruppe ca. 10 Löwen ausgemacht, die offensichtlich in der Dunkelheit auf der Jagd waren. Er fuhr mit dem offenen Geländerwagen hinter der Gruppe hinterher und leuchtete ab und zu mit dem Scheinwerfer die Löwen an. So konnten wir sehen, wie die Tiere langsam über die Savanne trabten und Ausschau nach Beute hielten. In den Phasen, wo der Scheinwerfer ausgeschaltet war, wurde einem doch schon etwas komisch.

Es war fast stockdunkel und man hörte nur die Geräusche der Löwen, ihr Laufen durch die Gegend und manchmal auch das Brüllen. Schon ein sehr merkwürdiges Gefühl. Zwischendurch hatten die Löwen aber auch noch Zeit sich ausgiebig dem Liebesleben hinzugeben. Dieses konnten wir im Scheinwerferlicht verfolgen. Die Löwen störte das nicht weiter und mit viel Gebrüll vollzogen sie ihren Liebesakt.

Nach unserer Rückkehr gab es gegen 21 Uhr wieder ein sehr schönes Abendessen in der Boma.

Balken
Wetter : viel Sonne, 14 - 33 Grad, 30 % Feuchte
Unterkunft : Harry's Camp

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