1. Seetag
01.07.2019
Balken

Entspannung am 1.Seetag

Die erste Nacht war sehr ruhig um uns herum und wir mussten uns erst an die neuen Betten gewöhnen, sie sind ziemlich hart. Die Kopfkissen sind dagegen sehr weich, zu weich. Wir werden uns später an der Rezeption nach anderen Kopfkissen erkundigen. Draußen scheint die Sonne bei 16 Grad. Gegen 7 Uhr stehen wir auf und machen uns fertig. Erster Eindruck der Kabine auf Mein Schiff 5 : die Kabine ist der Kabine auf Mein Schiff 3 sehr sehr ähnlich. Sie ist sehr schön ausgestattet, aber die Schränke sind bei AIDA besser angeordnet, auch der Innenraum der Schränke ist dort besser aufgeteilt. Die Dusche macht bei Aida auch einen etwas größeren Eindruck. Dafür gibt es bei TUI einen großen Schreibtisch mit vielen Fächern (Stauraum), an dem ich besonders gut abends meinen Reisebericht schreiben kann. Das ist bei Aida (zumindest auf den Schiffen der Melitta-Klasse) bei weitem nicht so gut gelöst. In der Kabine befindet sich auch eine Couch, auf der man gut sitzen kann (besser als Aida). Im TV können wir sehen, wie heute früh ca. 8-10 Leute beim Aquafitness im Pool teilnehmen, es ist im Poolbereich gegen 8 Uhr morgens schon viel los.

Frühstück - Fotorundgang Deck 12 / 14

Fotorundgang auf den Pooldecks

MEIN SCHIFF 5 - Fotorundgang auf den Pooldecks

Sofern es wettertechnisch möglich, ist versuchen wir immer im Außenbereich des Anckelmannsplatz-Restaurants zu frühstücken. Wir finden noch einen Tisch direkt an der Scheibe, wo der Wind etwas weniger weht. In der Sonne ist es schon nett warm, aber der Wind hat noch "kalte Finger". Die Auswahl im Anckelmannsplatz ist wie immer gut, aber Plastikschüsseln für's Müsli, das geht gar nicht !!. Wie wir später vom Chef der "Großen Freiheit" erfahren, ist das nur eine Notlösung, da das richtige Geschirr nicht rechtzeitig geliefert werden konnte.

Der Kaffee ist deutlich besser geworden als während der ersten Kreuzfahrt auf Mein Schiff 3. Es gibt allerdings 3 unterschiedliche Kaffeeautomaten. Einer mahlt Kaffeebohnen erst direkt vor dem Brühen, hier schmeckt der Kaffee besser und es gibt verschiedenste Kaffeeauswahlmöglichkeiten. Der 2. Automat steht direkt daneben und bietet fast die gleiche Auswahl, stellt aber den Kaffee aus Pulver her. Beide Automaten befinden sich am Ende des Anckelmannsplatz nahe dem Gosch Restaurant. Der 3. Automat bietet nur eine Sorte Kaffee, mahlt Bohnen auf Vorrat und kocht auch kleinere Menge Kaffee auf Vorrat. Diese Automaten stehen in der Backstube und an einer der Getränkestation etwa in der Mitte des Buffetrestaurants. Interessanterweise bekommt man jetzt im Buffetrestaurant auch frisch gepressten O-Saft (gegen Bezahlung), kannten wir bisher nur vom Frühstück aus dem Atlantik Restaurant

Wir bummeln zurück zu unserer Kabine und genießen einige Zeit die Sonne auf unserem Balkon. Der Balkon ist deutlich größer als bei Aida. Er ist so ein Mittelding zwischen den Balkon auf Deck 6 (sehr groß) und den anderen Decks bei der Melittaklasse. Die Reling mit Glasscheiben ist etwas höher, dadurch kann man gut unten durchsehen. Nach dem Frühstück unternehmen wir, wegen des schönen Wetters, einen Foto-Rundgang über Deck 12 und 14. Etliche Passagiere tummeln sich schon im Pool (soll 25-27 Grad haben), andere liegen in Badekleidung oder dick eingemummelt auf den Liegen rund um den Pool herum.

Gourmetrundgang

Um 11 Uhr wollen wir an einem Gourmetrundgang teilnehmen (kostelos), der uns u.a. in die Bezahlrestaurant Surf & Turf, Schmankerl und Hanami führen wird. Treffpunkt ist vor dem Atlantik Mediterran. Ca. 70 Personen nehmen letztendlich daran teil. Es gibt eine Einführung im Atlantik Mediterran über den Ablauf. Anschließend windet sich eine endlos lange "Schlange" zunächst hinunter in die Nespressobar. Dort erhalten einige Infos zu den Workshops. Jeder kann hier einen Cocktail probieren, mindestens 5 verschiedene stehen zur Auswahl. Dann geht es hinauf in die "Große Freiheit". Das ist der große "Diamant" am Heck des Schiffes. In der Diamant Bar treffen wir den Chef der "Großen Freiheit", der uns einiges zu den Restaurants erzählt. Die eine Hälfte der Gruppe geht in das Surf & Turf, der Rest der Teilnehmer darf währenddessen in der Diamant Bar Weißwein verkosten.

1.SEETAG - Gourmetrundgang u.a. im Hanami - by Tim Raue

 1.SEETAG - Gourmetrundgang 

Anschließend gehen wir in das Restaurant Hanami – by Tim Raue. Jeder erhält hier Stäbchen oder kleine Gabeln und Servietten. Auch hier bekommen wir wieder einige einführende Worte. U.a. erfahren wir, dass der Sous Chef von Tim Raue während dieser Reise an Bord ist. Jedem Teilnehmern werden einige Kostproben mit etwas undefinierbarem (scharf), Thunfischpizza (nicht schlecht), Gemüsesushi (auch gut) und Lachs in Mangosoße (schmeckt sogar mir) serviert.

Wir wechseln das Restaurant und gehen ins Surf & Turf. Auch hier gibt es wieder eine kurze Einführung mit vielen Informationen und anschließend 3 Kostproben Fleisch : Milchkalb, Pommernrind und ein französisches Rind, dazu 3 verschiedene Dips. Alle Fleischsorten schmecken sehr gut, aber auch recht unterschiedlich. Die Dips sind auch sehr lecker.

Als letztes Restaurant besuchen wir das Schmankerl mit seiner alpenländische Küche. Auch hier ein ähnlicher Ablauf wie schon gehabt und natürlich wieder kleine Kostproben, u.a. Käsespätzle mit Zwiebeln (gebraten), Hähnchenbrust mit Kartoffelsalat und Kaiserschmarren, auch sehr gut. Zum Abschluss treffen sich alle noch im Champagner Treff (Außenbereich der "Großen Freiheit". Allerdings spendiert TuiCruise hier "nur" Sekt und keinen Champagner. Nach 85 Minuten endet dieser doch recht interessante Rundgang.

kleines Mittagessen im "Tag u. Nacht"-Restaurant nach oben

iAn der Rezeption erkundige ich mich, auf dem Rückweg zur Kabine, nach anderen Kopfkissen und wir bekommen 2 Nackenkissen, die etwas fester sind. Schon vorweggenommen, wir schlafen sehr gut auf diesen Kissen. Kurzer Aufenthalt auf der Kabine, um einige Bilder nach Hause zu schicken, dann gehen wir ins "Tag und Nacht" um Currywurst (vorgeschnitten und mit Soße versehen) zu essen. Pommes gibt es auch dazu. Schmeckt natürlich nicht wie an unserer Lieblingswurstbude, aber trotzdem ganz gut. Dazu genießen wir Eistee, den es komischerweise nur hier im "Tag u. Nacht" am Automaten gibt. Wir haben ihn nirgendwo anders auf dem Schiff gesehen. Das "Tag u. Nacht" besitzt auch einen kleinen Außenbereich, auf dem man es bei Sonne gut aushalten kann. Um 14 Uhr 30 Uhr lassen wir uns im Theater nieder, zum ersten Vortrag des Lektors Harald Spilker über Southampton, Stonehenge und London. Der Vortrag ist ganz nett, man schläft nicht ein, aber so die richtige Begeisterung kommt nicht auf. Die Bildershow ist allerdings sehr gut gemacht.

Auf dem Rückweg zur Kabine fragen wir im Fotoshop wegen der Reisefilm-DVD nach. Wir haben sie für 70€ über das Internet reserviert und hier im Angebot kostet sie nur 59€. Die Chefin ist gerade nicht da, wir sollen später nochmal nachfragen. Dann genießen wir im Anckelmannsplatz Kaffee und Kuchen. Eine lange Schlange erregt meine Aufmerksamkeit. Hier stehen alle wegen Erbeerschnitten und Erdbeertorte an, sehr lecker. Auch jetzt können wir wieder im Außenbereich sitzen.

Lesung im Studio - ominöse schwarze Punkte

1.SEETAG - Lesung im Studio

1.SEETAG - Lesung im Studio

5 Min vor Beginn einer Lesung treffen wir gegen 16 Uhr im Studio ein. Thema : „Welcome on Bord“, lustige Geschichten aus den Anfängen der Kreuzfahrt. Der Buchautor Dr. Karsten Eichner liest lustige Geschichten vor, u.a. auch von Mark Twain. Ein sehr kurzweiliger Nachmittag. Anschließend gehen wir wieder ins Fotostudio wegen der DVD. Jetzt ist alles klar, unsere Reservierung wird storniert und eine neue DVD für 59€ bestellt.

Anschließend drehen wir eine Fotorunde auf Deck 5. Leider kann man bei TUI nur an sehr wenigen Stellen direkt an der Reling entlang gehen und auf das Meer sehen. An den meisten Stellen versperren die Rettungsboote die Sicht auf das Meer. Schade. Während des Rundgangs erfahren wir durch eine Durchsage des Kapitäns, dass der Ärmelkanal hier nur eine Tiefe von 30 m hat, erstaunlich. Zurück zur Kabine, entdecken wir im Bad auf dem Boden komische schwarze Punkte die wir uns nicht so richtig erklären können. Langsam machen wir uns für das Abendessen fertig. Bei TUI, wie auch bei AIDA gibt es auch abends keine Bekleidungsvorschriften, lediglich die Herren werden um lange Hosen gebeten.

 1.SEETAG - unser Lieblingsplatz zum Essen - der Außenbereich des Anckelmannsplatz

1.SEETAG - unser Lieblingsplatz zum Essen

Es weht kaum Wind und so können wir wieder draußen sitzen. Was uns bei TUI fehlt sind die großen 8er-Tische von AIDA. An diesen großen Tischen findet sich fast immer eine lustige Runde zusammen und wir haben schon viele nette und lange Gespräche geführt. Bei den 4er-Tischen von TUI trauen sich die meisten Leute nicht, nach den freien Plätzen zu fragen. Mit Erschrecken stellen wir fest, dass auch hier auf dem Außendeck plötzlich viele schwarze Krümel zu sehen sind. Der Grund sind Elkes Schuhe, wie wir dann feststellen. Der Hacken eines Schuhs zerbröselt langsam und hinterläßt überall Spuren. 2 Frauen von der Besatzung, die vorbei kommen, überlegen schon, ob es Ruß vom Schornstein sein könnte. Ich kläre sie aber schnell auf und sie sind sehr erleichtert.

Im Anckelmannsplatz nutze ich heute wieder die mir schon bekannte Wok-Station. Man häuft alle gewünschten Zutaten (Fleisch, Beilagen) auf seinem Teller, übergibt ihn den Köchen und diese brutzeln alles zusammen im Wok gar. Man bekommt hier so eine Art Puck, der sobald das Essen fertig brummt und blinkt. Das dauert in der Regel 5-10 Minuten. So weiß man genau, jetzt kann ich mein Essen abholen. Heute allerdings bekomme ich ein völlig falsches Essen. Also das ganze nochmal von vorne. Wir genießen auch wieder den Rotwein, den man bei TUI selber zapfen muss (bei Aida stehen Karaffen auf den Tischen). Aus den ca. 20 Eissorten stelle ich mir heute zum Abschluss wieder eine schöne Mischung zusammen. Sogar das leckere Knoblauchbrot, welches wir schon auf der ersten TUI-Kreuzfahrt entdeckt hatten, finden wir am Goschbuffett wieder.

Kreidefelsen von Dover - Vorstellung Kapitän und Mannschaft

1.SEETAG - die Kreidefelsen von Dover . kaum zu erkennen

1.SEETAG - die Kreidefelsen von Dover . kaum zu erkennen

Elke zieht sich auf der Kabine neue Schuhe an und entsorgt die alten. Wir haben jetzt, es ist etwa 19 Uhr 30, die engste Stelle im Ärmelkanal erreicht, Wir können sogar die Kreidefelsen von Dover sehen, die von den Strahlen der langsam untergehenden Sonne beschienen werden.

Gegen 21 Uhr gehen wir ins Theater, welches zu dieser Zeit schon zu 75% gefüllt ist, wir sind platt. Heute stellt sich der Kapitän und seine Offiziere vor. Um 21 Uhr 30 ist das Theater total voll. Gleich zu Anfang wird das Publikum "angeheizt" und zum Klatschen, johlen usw. animiert, fast schon amerikanische Verhältnisse. Ist nicht ganz so unser Ding. Zunächst tritt das Theater-Ensemble auf. Danach kommen die Offiziere und der Kapitän aus den Tiefen der Bühne von unten hochgefahren, eingehüllt in Nebelschwaden. Toll gemacht. Der Kapitän stellt dann seine Offziere vor. Im Anschluss folgt noch eine Show des Ensembles. Die 3 !! Akrobaten am Seil gefallen uns besonders gut. Gegen 22 Uhr 15 endet die Veranstaltung.

der 1.Seetag geht zu Ende

Wir genießen in der Lumas Bar nahe dem Theater noch einen BBC und einen Pina Colada. Dann ziehen wir uns in die Kabine zurück. Die Nackenkissen sind inzwischen auch geliefert worden. Sie fühlen sich deutlich fester an. Ich schreibe noch meinen Bericht, sichere die Bilder während Elke schon schlafen geht. Gegen 23 Uhr 30 krieche ich dann auch unter die Bettdecke. Unser Wecker klingelt morgen früh um 6 Uhr 30. Der erste Ausflug : "Stonehenge und Salisbury" steht an.

Balken
  Wetter : vormittags viel Sonne, später mehr Wolken, maximal 20 Grad, wir hatten Sonne auf dem Balkon bis ca. 11 Uhr
  Wellen : < 1 m
  Unterkunft : Mein Schiff 5, Kabine, 7151, backbord