Besuch der Sehenswürdigkeiten von Trujillo
13.09.2002
Balken

der Sonnen- und der Mondtempel bei Trujillo

Heute ging es frühmorgens als erstes zum Sonnen- und Mondtempel. Zwei Pyramiden, die heute etwas von einander getrennt in der Landschaft stehen, früher jedoch zu einem großen Heiligtum gehörten. Diese Anlage wurde ca. 500 n. Chr. von den Mochica erbaut und ist heute nur noch eine Ruinenstadt. Der Sonnentempel mit ca. 50 m Höhe und einer Grundfläche von 236x130 Metern (aus Lehmziegeln erbaut) ist ein beeindruckendes Bauwerk, welches aber ziemlich verfallen ist.

Der Mondtempel mit seinen 25 m Höhe und einer Grundfläche von 80x42 Metern ist da wesentlich beeindruckender. Er diente wahrscheinlich auch der Bestattung von Toten. Mit einer zusätzlichen Reiseleiterin erkundeten wir dann die Anlage des siebenstufigen Mondtempels. Es gibt hier sehr viele farbige Reliefs zu sehen. Diese sind teilweise von weiteren Mauern, die nachfolgende Kulturen errichtet haben, wieder verdeckt worden. Das alles versucht man heute mit den wenigen Mittel die man hat wieder freizulegen. Hier am Tempel kann man auch sehr schön die Ziegel sehen, aus denen die Anlage erbaut wurde. Archäologen und Arbeiter waren damit beschäftigt, Reliefs zu sichern. Hierzu wird eine Art Kleber, der mit einer Spritze hinter die Reliefs gebracht wird, die ganze Sache stabilisiert.

Huaca del Dragon, Tempelkomplex der Chimi-Kultur

Auf der Panamericana fuhren wir dann weiter zum Tempelkomplex der Chimi-Kultur, dem HUACA DEL DRAGON. Diese völlig restaurierte Anlage wird von einer großen Außenmauer umgeben. Es gibt noch einige gut erhaltene Reliefs, die den Besuch der Anlage lohnenswert machen.

Mittagessen in Huanchaco mit Blick auf Schilfboote

Zum Mittagessen fuhren wir anschließend in das Fischerdorf Huanchaco. Bei einem kurzen Bummel durch den Ort konnten wir auch die kleinen vorsintflutlichen anmutenden Schilfboote sehen, wie man sie eigentlich nur vom Titicaca-See kennt. Diese werden hier auch noch benutzt und anschließend einfach senkrecht an einer Mauer zum Trocknen aufgestellt.

die eindrucksvollen Ruinen von Chan-Chan

Letzter aber beeindruckendster Besichtigungspunkt heute waren die Ruinen von Chan-Chan. Diese "Stadt" mit einer Fläche von 20 km² gilt als größte präkolumbianische Stadt Peru's. Sie besaß in der Blütezeit um 1200 n. Chr. ca. 10000 Wohngebäude mit 60000 Einwohnern. Als die Spaniern 1533 dort eintrafen war die Stadt bereits völlig verlassen.

Man betritt die Anlage durch eine riesige Mauer und erreicht zunächst einen großen Zeremonienhof von ca. 200 x 200 Metern, der schon sehr beeindruckend ist. Er ist umgeben von einer sehr hohen Mauer. Weiter geht es entlang an noch teilweise sehr gut erhaltenen Reliefs von Vögeln, Fischen und Fabelwesen bis in die eigentliche Stadt. Hier sind natürlich nur noch die Grundmauern zu erkennen. Von einem Beobachtungsturm aus kann man die ganze Ausdehnung dieser Stadt so einigermaßen erkennen. Man sieht große Wasserbecken und die Anlage der Häuser und Wege. Es ist wirklich eine sehenswerte Stätte. Anschließend fuhren wir ins Hotel.

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Wetter : 14 - 20 Grad, teils heiter teils wolkig
Unterkunft : Hotel Libertador
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